Blogparade: Über den Tellerrand geht in die zweite Runde – und ich bin dabei!

Huhu – ich lebe noch! ;) Und ich melde mich mit einem tollen Beitrag zu Katos Blogparade „Über den Tellerrand 2“ zurück. Das heutige Thema ist dabei ein wenig persönlicher und auch ein kleines bisschen privater – es geht nämlich um die Familie und ihre Bedeutung im Jahr 2015. Was ich dazu zu sagen habe? Lies es selbst…

Zunächst einmal: in den letzten Wochen ist bei mir so viel los gewesen, dass ich es einfach nicht geschafft habe, dir zu schreiben. Das tut mir wahnsinnig leid und ich hoffe, dass ich da in Zukunft wieder etwas zuverlässiger werde. Ich bin zumindest schon einmal optimistisch. ;)

Heute ist aber endlich mal wieder Zeit für meinen Blog da und ich nutze den 1. Mai und den „Tag der Arbeit“, um mich mal wieder bei dir blicken zu lassen.

Nach meiner doch recht ausgiebigen Pause brauchte ich natürlich aber erst einmal ein schönes Thema, über das es sich zu bloggen lohnt und das super zum Einstieg nach langem Schweigen passt. Und was ist da besser als eine Blogparade? Richtig: nichts!

Was für eine Blogparade ist es denn?

Erinnerst du dich noch an die Aktion „Über den Tellerrand“ von der lieben Kato? In Teil 1 dieser schönen Blogparade habe ich darüber geschrieben, wie ich mich nicht im Netz verliere und mein Leben und das Bloggen in Einklang bekomme. Darin war ich damals gut – heute… Naja. Siehst es ja selbst. ;)

Bei der heutigen Blogparade „Über den Tellerrand 2“ wurde mir nun ein Thema gestellt, das durchaus sehr persönlich ist. Die liebe Janina von Jumping borders to Africa hat mir die schwierige Aufgabe gegeben, mir doch einmal Gedanken zum Thema Familie im Jahr 2015 zu machen. Na dann mal los…

Was bedeutet Familie eigentlich?

Familie ist ein durchaus wichtiges Thema – sie gibt einem Halt, sie gehört zu einem – ob man will oder nicht – und sie ist auch das, was jeden einzelnen von uns ausmacht.

Deine Eltern, deine Geschwister, deine Großeltern – alle diese wundervollen Menschen haben dich letztendlich ein Stück weit zu dem gemacht, was du heute bist. Sie haben dich aufgezogen und dich bestenfalls optimal auf die große, weite Welt vorbereitet.

Das ist der Idealfall. Meine Familie war und ist so ein Idealfall: meine Eltern haben mich als Kind an die Hand genommen und mich bei allem unterstützt, was ich mir so in den Kopf gesetzt habe. Bin ich damit nicht sonderlich erfolgreich gewesen, haben sie mich aufgefangen und mir geholfen, wieder einen neuen Weg für mich zu finden.

Natürlich fand man seine Eltern als Teenager nervig und natürlich war man nicht sonderlich erfreut, wenn man zu der super Party der Klassenkameradin nicht gehen durfte, nur, weil man am nächsten Tag eine Klassenarbeit schreiben musste.

Auch Familienfeiern und Besuche zum Kaffeetrinken standen nicht gerade auf Platz 1 einer jugendlichen Lieblingsbeschäftigungs-Topliste. Und die ständigen „Räum mal hier auf“ und „Lern für die Schule“ waren auch nicht gerade ein willkommenes Thema am Abendbrottisch.

Doch heute, gute zehn Jahre (Oh. Mein. Gott. – ich höre mich an, als wäre ich uralt :D) später, sehe ich die Dinge anders. Nur, um das klarzustellen: ich war nie ein sonderlich aufmüpfiger Teenager und habe auch nicht so besonders viel Blödsinn veranstaltet. Ich hatte da schlichtweg keine Lust zu, weil es mir der ganze Stress danach einfach nicht wert war.

Wenn ich nun heute über meine Familie nachdenken und darüber, was sie mir während meiner Kindheit und Jugend für Werte mit an die Hand gegeben haben, dann sehe ich nur viele durchaus positiven Dinge. Beispielsweise das Helfen im Haushalt. Ich fand es immer blöd und nervig, beim Abwaschen oder im Garten helfen zu müssen. Heute komme ich dafür aber umso besser in meinem eigenen Haushalt klar und habe auch kein Problem damit, mal mit anzupacken.

Und was bedeutet Familie nun für mich?

Familie war mir immer schon wichtig. Heute hat das aber noch einmal eine ganz andere Qualität als damals, wo sie – weil immer um mich herum – einfach selbstverständlich war.

Seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, habe ich ein viel innigeres Verhältnis zu ihnen. Ich telefoniere gern mit ihnen, besuche sie sehr gern, lasse sie einfach gern an allem teilhaben, was bei mir so passiert.

Mein Verhältnis zu meiner Schwester ist ebenfalls ein ganz anderes seit wir nicht mehr aufeinander hocken. Während wir uns damals viel gezofft und angezickt haben, sind wir heute ein Herz und eine Seele und bequatschen so ziemlich alles. Ich weiß genau, dass ich mich immer auf sie verlassen kann, wenn etwas ist – und umgekehrt gilt das genauso.

Auch Schicksalsschläge in der Familie schweißen einfach zusammen – und solche Dinge erwischen jede Familie auf kurz oder lang. Auch bei uns ist das ein oder andere an der ein oder anderen Stelle schief gelaufen. Ich werde darüber nichts schreiben, aber was ich dazu sagen kann: sie haben meinen Blick auf meine Familie in positiver Art und Weise verändert.

Dass ich vor kurzem umgezogen bin und einen neuen Job begonnen habe, hatte auch ein Stück weit mit meiner Familie zu tun. Der Job an sich ist für mich eine große Chance, meinen Horizont zu erweitern, mehr und neue Dinge zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Aber er hat mich auch meiner Familie wieder deutlich näher gebracht.

Ich bin wieder zurück in meiner Heimat, habe einen einstündigen Fahrtweg zu meinen Eltern und meiner Schwester, bin in einer halben Stunden bei meinen Schwiegereltern und – was das Schönste daran ist – lebe endlich mit meinem Mann zusammen. Mit meiner eigenen kleinen Familie, zu der ich nun jeden Abend wieder zurückkehren kann und nicht 500km entfernt sitze und auf das Telefon angewiesen bin. Kann man das schon als Familie bezeichnen? Ach, ich denke schon.

Das Jahr 2015 ist für mich also absolut das Jahr der Familie. Ich bin da, wo ich hingehöre: in meiner Heimat, bei meinem Mann, meiner Familie – fehlt nur noch meine beste Freundin, die ruhig hätte mit nach Magdeburg kommen können. ;)

Und was denke ich über Familie und Gesellschaft?

Man hört ja sehr oft, dass der Wert der Familie in der Gesellschaft immer mehr abnimmt und Karriere und das-Leben-genießen immer wichtiger werden.

Ich habe da bislang andere Erfahrungen gemacht. Beispielsweise in meinem vorherigen Job: es ist ein familiengeführtes Unternehmen. Meinen damaligen Kollegen war das Thema Familie durchaus wichtig. Als ich ihnen von meinem Entschluss erzählte, wieder zurück in die Heimat zu gehen und einen neuen Job anzufangen, konnten sie das alle verstehen und haben mich dabei unterstützt. Und auch bei meinen aktuellen Kollegen ist das Thema Familie wichtig.

Karriere und Familie stehen sich also meiner Meinung nach auch im Jahre 2015 nicht zwangsläufig im Weg. Natürlich machen Kinder und Familie den Karriereweg nicht einfacher, aber sie schließen sich auch nicht gegenseitig aus. Man muss nur wissen, wie man alles unter einen Hut bringen kann. Ich denke, auch heutzutage ist für viele die Familie immernoch der perfekte Ausgleich zum stressigen Joballtag und bildet den Anker, den man einfach manchmal braucht.

Und um mal wieder ein bisschen zu meinem eigentlich Blogthema zurückzukommen: die sozialen Netzwerke und die vernetzte Welt helfen einem heutzutage ja auch durchaus ein Stück weit dabei, den Kontakt zu den lieben Familienmitgliedern nicht zu verlieren. Über Facebook, Skype und Co. bleibt man einfach immer auf dem Laufenden und kann jederzeit mal Kontakt aufnehmen – egal, wie weit man voneinander entfernt ist. Familie im Jahr 2015 hat also auch ein bisschen was von Familie 2.0, oder?

Was habe ich für ein Thema vergeben?

Thomas von Kopftanke widmet sich auf seinem Blog heute in etwas kritischerer Form dem Thema „Wie sozial sind soziale Netzwerke eigentlich wirklich?“ Er nennt dir fünf positive Veränderungen, wenn du weniger auf Facebook unterwegs bist. Viel Spaß beim Lesen!

Meine Frage zum Abschluss für dich: was denkst du über das Thema Familie und was bedeutet sie dir im Jahr 2015? Raus damit und ab in die Kommentare! :)

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5 Gedanken zu “Blogparade: Über den Tellerrand geht in die zweite Runde – und ich bin dabei!

  1. Hallo Bine,

    ich hoffe der gröbste Stess ist schon vorüber und ich lese dich hier wieder mehr. Ich weiß, auf Instagram bist du ja fleißig, ich ja weniger ;-) Deshalb lechze ich nach jedem Bericht von dir.
    Das Thema Familie ist bei mir ein sehr großes und mitunter das Wichtigste im Leben!
    Denn ohne sie bin ich nicht ganz und unvollständig. Fühle mich nicht wohl und unausgeglichen.
    Familie war mir immer sehr wichtig, wenn ich auch keine perfekte hatte (wer hat das schon), da ich bei meiner Oma aufgewachsen bin. Diese Werte, die immer mehr verschwinden bei einigen, sind mir immer wieder vorgelebt und mitgegeben worden. Deshalb ist Familie für mich das größte Glück. Das es ihnen gut geht, ist mir wichtiger als alles andere.
    So, nun genieße endlich die Zeit mit deiner Familie und das ihr wieder weiter zusammen gerückt seit :-)
    Schönen Tag noch

    Gefällt 1 Person

    • Hi Tanja,
      Ja, Stress hat man ja immer. Aber ich gebe mir sehr viel Mühe, wieder mehr Zeit für meinen Blog zu haben. Versprechen kann ich aber nichts. ;)
      Die perfekte Familie hat niemand. Auch bei meiner Familie gibt es natürlich nicht immer nur Sonnenseiten. Dennoch ist Familie eben Rückhalt und Zuhause, egal, was ist. :)
      Mach dir ein schönes Wochenende!
      Bine

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: [Blogparade] Über den Tellerrand 2 - das Ergebnis - INNOCENT GLOW

  3. Hallo Sabine,
    hoffentlich wird das jetzt kein Endloskommentar.
    Als Einzelkind geht für mich die Familie über alles. Ich habe das große Glück noch zwei Großeltern zu haben und meine Teenagerkinder wachsen sogar mit zwei Uromas und zwei Uropas auf, plus die Omas und Opas. Leider sind wir in ganz Deutschland verteilt und sehen uns nicht so oft. Telefonieren geht immer.
    Letztes Jahr gab es zwei Krankheitsfälle in der Familie, die mich ziemlich erschüttert haben. Zum Glück ging alles gut aus.
    Es war ein Wachrütteln und ich nutze jetzt meine freie Zeit, um meine Familie zu besuchen. Die Fluggesellschaften wird das freuen, aber Blut ist dicker als Wasser.
    Familie bedeutet für mich Rückhalt. In jeder Lebenslage. Was ich von meinen Eltern und Großeltern gelernt habe, bringt mich im täglichen Leben ein Stück weiter. Vertrauen und Zuhören gehört dazu. Ich versuche es an meine Kinder weiter zu geben.
    Ganz viel Liebe, Zusammenhalt und Verständnis….das kann einem nur die Familie geben.
    Danke für den Post. Zeit, sich mal wieder an die wichtigen Dinge im Leben zu erinnern.

    Liebe Grüße
    Stine

    Gefällt mir

    • Liebe Stine,
      Ich danke dir für deinen Kommentar und kann dich voll verstehen: wenn etwas unschönes geschieht, wird man sich eigentlich der Bedeutung von Familie stärker bewusst. Bei uns hat das noch mehr zusammengeschweißt und es hat mir gezeigt, dass so eine große Entfernung für mich einfach gar nicht geht. Ich muss doch wenigstens eine Chance haben, da sein zu können, wenn etwas ist. ;)
      Mach dir ein schönes Wochenende! :)

      Liebe Grüße, Bine

      Gefällt mir

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