10 Dinge, die du über Twitter wissen musst

Für viele ist Twitter nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Zu schnelllebig, zu durcheinander, zu undurchsichtig – wer sich Twitter das erste Mal ansieht, dürfte zunächst einmal mit der Informationsflut in 140-Zeichen-Tweets überfordert sein. Ich möchte dir heute nun zehn Dinge an die Hand geben, die dich mit Twitter versöhnen und dir den Einstieg in dieses soziale Netzwerk erleichtern sollen.

Alle Wege führen nach Rom – ein altbekanntes Sprichwort, das mir sogar schon meine Uroma vorgebetet hat. Im übertragenen Sinne bedeutet das: es gibt immer einen Weg, um sein Ziel zu erreichen.

Was das mit Twitter zu tun hat? Eine ganze Menge! Denn für viele scheint die Wahl des richtigen Weges hinein in das Netzwerk schon schwierig zu sein. Kein Wunder: 500 Mio. tägliche Tweets können auch erstmal Angst machen.

Bevor ich beruflich mit diesem Social Network zu tun hatte, war ich auch sehr skeptisch. Ich dachte immer „Ach, das ist doch eh nichts für mich“. Ich wusste einfach nichts damit anzufangen.

Dann fing ich meinen Job als Social Media Managerin an und war sehr schnell ein sehr großer Fan von Twitter. Warum? Weil das Netzwerk richtig Spaß macht, wenn man erstmal verstanden hat, worum es dabei überhaupt geht!

Und damit du mit dem Twittern nicht – wie ich – erst in hundert Jahren anfängst, habe ich mir gedacht, ich gebe dir mal zehn Tipps an die Hand, die dir den Einstieg in das Netzwerk erleichtern sollen.

1: Twitter liebt Bilder

Glaubt man gar nicht, weil alle immer so versteift auf die Wichtigkeit der 140 Zeichen schwören: Tweets mit Bildern führen viel häufiger zu Interaktionen, als reine Text-Tweets.

Wenn du also direkt mit einem erfolgreichen Tweet starten willst, dann tweete mit einem Bild. Aber Achtung: durch ein Bild gehen dir Zeichen verloren und das ist bei einem 140-Zeichen-Textfeld durchaus gewöhnungsbedürftig. Ich hänge daher immer zuerst das Bild an und schreibe dann, denn dadurch sehe ich direkt, wie viel ich noch schreiben darf.

2: Den Hashtag nicht vergessen

Ich gebe zu: ich nutze ihn auch nicht bei jedem einzelnen Corporate Tweet, aber bei den meisten. Denn er ist bei Twitter durchaus wichtig, um die Sichtbarkeit deines Tweets zu erhöhen: der Hashtag!

Ich hatte dir ja bereits in diesem Artikel gezeigt, wie du # richtig nutzen kannst. Hier noch ein Tipp dazu für Twitter: folge am besten dem Account „Trends Deutschland„, denn der versorgt dich jede Stunde mit den zehn beliebtesten Hashtags und Begriffen. So bleibst du immer up-to-date und kannst auf den beliebten Zug aufspringen.

3: Pflege dein Profil

Das ist etwas, was mir häufig auffällt: Leute haben zwar Twitter-Accounts, aber völlig aussagefreie Profile. Das ist unheimlich schade, denn das Profil ist doch das erste, was ein neuer Leser von dir sieht!

Achte darauf, dass dein Profil- und Headerbild zu deinem Account passen. Gehört dein Twitter-Account also beispielsweise zu einem Mode-Blog, dann wähle ein Headerbild, das zu deinem Blog passt. Nutze als Profilbild ruhig ein schönes Bild von dir (aber natürlich ein professionelleres und keins von der letzten WG-Party). Schreibe vor allem auch einen sinnvollen Text, der dich und deinen Blog optimal präsentiert. Ich suche häufig nach Accounts bei Twitter und entscheide da einfach nur nach dem Beschreibungstext: interessiert der mich oder eher nicht?

4: Schreibe weniger als 100 Zeichen

Gut, ich gebe zu: das ist eine echte Herausforderung. Allein schon 140 Zeichen sind manchmal echt gemein und schwierig zu realisieren. Aber 100? Dennoch: Tweets mit weniger als 100 Zeichen erhalten mehr Aufmerksamkeit.

Ein weiteres Plus daran: wenn jemand dich nicht nur retweeten, sondern tatsächlich zitieren möchte, hat er noch mehr als 40 Zeichen, um seinen eigenen Senf hinzuzufügen. Und das kommt bei Twitterern gut an. Ein kleiner Trick, um ein paar Zeichen zu sparen, ist etwa das Wort „und“ durch ein „&“ zu ersetzen oder andere Wörter durch Zeichen dafür. Eine Liste für Twitterzeichen gibt es übrigens hier.

5: Bitte ruhig um RT und FAV

Ich habe ja schon einmal gesagt, dass ich nicht gerne bettel – dennoch funktioniert das bei Twitter tatsächlich ganz gut. Bitte deine Follower darum, deinen Tweet zu teilen, indem du sie zum #RT & #FAV aufrufst.

Natürlich solltest du das nicht bei jedem deiner Tweets machen und auch nur die Textnachrichten auswählen, die sich lohnen, retweetet zu werden. Das können beispielsweise Tweets über neue Blogbeiträge sein. Oder wichtige News wie etwa eine Blogpause oder ähnliches. Bedenke dabei immer, dass die Twitter-Timeline so schnell an dir vorrüberzieht, dass viele deiner Follower deinen Tweet vielleicht gar nicht sehen. Mit dem Aufruf zum Retweeten erhöhst du dann die Sichtbarkeit deines Tweets.

6: Twittere auch am Wochenende

Es ist ein Irrglaube, dass Twitter am Wochenende nicht so gut funktioniert. Ganz im Gegenteil: am Wochenende sind viele Twitterer viel eher bereit, mal etwas zu retweeten oder auf deine Tweets zu reagieren.

Beliebt zum Start ins Wochenende sind die #ff, also die Follow Fridays. Binde in diesen Tweet Follower ein, die unter der Woche besonders aktiv waren und mit deinen Inhalten interagiert haben. Oder binde neue Follower ein. Viele followen nämlich einem Account, um gesehen zu werden. Tu etwas für deine Follower und sie tun etwas für dich – eigentlich ganz einfach!

7: Twittere zur richtigen Zeit

Timing ist alles – oder zumindest viel Wert. Und das gilt natürlich auch für Twitter! Die Timeline ist so schnelllebig, dass ein Tweet zur falschen Zeit beinahe schon verschenkt ist.

Was ist nun die perfekte Zeit für deinen Tweet, fragst du dich? Na, dann lüfte ich mal das Geheimnis: besonders beliebt ist Twitter entweder in den Morgenstunden (Weg zur Arbeit etc.) oder aber in den späten Nachmittagsstunden. Nicht so gut sind dagegen die Essenszeiten, also gegen Mittag etwa oder auch in der Abendbrotzeit zwischen 17 und 19 Uhr ungefähr. Für Unternehmen gilt hier übrigens: vormittags kann man gut mit anderen Unternehmen interagieren.

8: Integriere interessante Links

Wie bei Facebook auch ist ein Tweet beliebt, wenn er einen tollen Link enthält. Perfekt also, um die eigenen Blogbeiträge zu verbreiten!

Ich nutze Twitter geschäftlich sowie privat dafür, meine Blogbeiträge, aber auch interessanten Content anderer zu verbreiten. Ein Link ist daher in beinahe jedem meiner Tweets enthalten. Der Vorteil: du musst deine wichtigen Informationen nicht in 140 Zeichen quetschen, sondern kannst sie ausgiebig in einem Blogbeitrag verarbeiten, bevor du sie dann bei Twitter teilst.

9: Folge anderen Accounts

Networking macht auch vor Twitter nicht Halt. Lass dich von anderen Accounts inspirieren und folge ihnen. Und auch wichtig: interagiere danach auch mit ihren Inhalten.

Auf diese Weise zeigst du nicht nur, dass es dich gibt (die anderen Twitterer sehen ja immer, wenn sie einen neuen Follower haben), interagierst du mit ihren Inhalten, ist die Chance hoch, dass sie dir irgendwann auch folgen. Du schlägst also zwei Fliegen mit einer Klappe: du erhältst (vielleicht) neue Follower und animierst sie (wahrscheinlich) dazu, deinen Content auch mal zu verbreiten. Das ist pures Networking, wie es sein sollte!

10: Sei höflich und sag Danke

Ich mache es auch so: immer, wenn jemand meinen Inhalt auf Twitter teilt und ich das mitbekomme, bedanke ich mich herzlich dafür.

Warum ich das mache? Ist eigentlich recht einfach: es gibt demjenigen, der meine Inhalte teilt, ein gutes Gefühl. Und ich freue mich ja wirklich darüber, wenn meine Inhalte geteilt werden. Ein gutes Gefühl weckt Sympathie und führt eventuell zu einem erneuten Teilen meines Inhalts. Zudem erscheint derjenige dann auch in meiner Timeline, denn was ich so tweete geht ja auch an meine Follower – eine Hand wäscht die andere.

So, das sind die zehn Dinge, die du über Twitter wissen musst. Also, meiner Meinung nach. ;)

Hast du noch andere Tipps oder Erfahrungen damit? Dann ab in die Kommentare! :)

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14 Gedanken zu “10 Dinge, die du über Twitter wissen musst

  1. Hallo Bine,

    oje Twitter ;-) Naja, du hast sicher schon gemerkt für was ich es benutze. Meine Katzen (wie bei Instagram) und ich teile sehr viel von anderen Bloggern.
    Am Meisten stört mich das raufscrollen zu den neuesten Beiträgen oder Mitteilungen. Wieso macht er das nicht automatisch wie bei FB oder Instagram?
    Zudem übersehe ich wirklich mehr als die Hälfte, da tümmeln sich ja gefühlte Milliarden Tweets vor meinen Auge rum, da glaube ich gleich, das welche mit Bild eher gesehen werden.
    Wie immer, toller Bericht.
    LG Tanja

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    • Hi Tanja,

      ja, in Twitter muss man erstmal eintauchen, um es wirklich zu verstehen. Ich finde es auch jeden Tag wieder aufs Neue total spannend, was da so alles abgeht.
      Bei mir springt die App aber immer zu den neuesten Tweets…? Und ich habe diese „Was geschah in deiner Abwesenheit“-Leiste, in der ich mit einem Klick alles sehen kann, was ich verpasst habe und nicht nur eine gefilterte Variante dessen. Hast du das nicht?
      Ich finde das aber gut, dass du immer unterschiedlichen Content – auch von anderen Bloggern – postest. Es ist noch ein bisschen wild gestreut, aber das Netzwerken hast du definitiv drauf! :)
      Und deine Katzen – sooooo toll! :)

      Danke für dein Feedback und liebste Grüße, Bine

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      • Hei Bine, nein, ich habe am Handy nur die Glocke, das Briefsymbol. Freunde+ und die Lupe :(
        Zum aktualisieren muss ich runterziehen und dann mühsam raufscrollen. Vielleicht liegt es am alten Handy?!
        Auch wenn ich auf Mitteilungen gehe, muss ich rauf scrollen und sehe nicht gelesenes grau hinterlegt.
        Ja das tweeten anderer Beiträge ist ja auch easy und geht schnell ;-)
        LG

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  2. Oje … oje … ich hatte mir das „Monster“ mal vor einiger Zeit, angeschaut und es dann sein lassen. Schrecklich !
    Wie du schon gleich am Anfang schreibst „Zu schnelllebig, zu durcheinander, zu undurchsichtig … “
    Genau das ist es und die Massen von diesen Hashtags, dadurch sind die Texte unverständlich für mich. Ich werde mir es trotzdem noch mal geben, will ja schließlich mehr Besucher auf meinem Blog bekommen.
    Vielen Dank für deinen informativen Beitrag in deiner wunderbaren „Erzählform“.
    LG Ede

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    • Hallo lieber Ede,
      anders als Facebook und Google+ ist Twitter eben optisch nicht so wirklich „aufgeräumt“. Das ist etwas, an das man sich erst einmal gewöhnen muss. ;)
      Gerne und danke für dein Feedback,
      Bine

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  3. Hallo Bine
    sehr schöner Artikel.
    Ich bemüh mich gerade auch wieder, mit Twitter besser klar zu kommen. Habe meinen Account dort längere Zeit etwas vernachlässigt. Ein bisschen Übersicht versuche ich mir durch Listen zu verschaffen, auch wenn ich beim folgen oft verpenn, das direkt einzurichten ;-)
    Ein wenig hilft es aber trotzdem.
    Viele grüße

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    • Hallo Daniel,
      siehste – diese Listen sind etwas, wo ich bei Twitter noch nicht ganz dahinter gestiegen bin. ;)
      Danke für dein Feedback und einen schönen Rest-Mittwoch,
      Bine

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      • Ja, tu mich ja auch immer etwas schwer damit, so lassen sich aber die Themengebiete etwas besser aufteilen. Hilfreich finde ich gelegentlich auch das stummschalten(merkt ja keiner ;-) ), welches ich zumindest bei einigen englischsprachigen Twitterern einfach nutzen muss,da deren Tweetmasse zu unübersichtlich groß(wenn auch interessant) wird. Dort schau ich dann einfach mal zwischendurch ‚manuell‘ in deren Timeline, wenn ich was von Ihnen sehen möchte.
        Grüße Daniel

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  4. Bei Twitter habe ich 3 Anläufe gebraucht, bis ich mich wohlgefühlt habe. Jetzt bin ich ganz verliebt und mag es fast lieber als Instagram. (Und definitiv mag ich beide lieber als Facebook.) Bei Twitter musste ich aber erst lernen: Du kannst nicht alles mitbekommen, und du kannst nie und nimmer alles nachlesen, wenn du mal zwei Tage nicht online warst. Bei Instagram mache ich das halbwegs (aber – um mich auf einen Kommentar oben zu beziehen – die Instagram-App springt immer unmotiviert an den Anfang, wenn sie meint „Oh, neue Beiträge“ und dann scrolle ich auch nicht wieder drei Tage zurück, das finde ich fürchterlich nervig – man kann es halt nicht jedem Recht machen). Bei Twitter geht das gar nicht und seit ich mich damit abgefunden habe, gefällt es mir super.

    Ich nutze Twitter hauptsächlich zur Information (dort erfahre ich meist die aktuellsten Nachrichten als erstes), zur Unterhaltung (es gibt so viele Menschen, die unglaublich lustige Dinge in 140 Zeichen sagen können) und kaum für den Blog. Ich teile die neuen Beiträge, aber das war es auch schon.

    Liebe Grüße
    Nele

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    • Huhu Nele,

      ja, Twitter ist nicht so einfach zu durchschauen und auch für mich noch nicht zu 100 Prozent verständlich. Allerdings weiß ich inzwischen – glaub ich – ganz gut, was ich damit machen kann und wofür es sich vielleicht dann doch nicht eignet. ;)
      Man kann und muss ja auch gar nicht alles mitbekommen. Das braucht super viel Zeit und die hat man einfach selten.
      Danke für dein Feedback!

      Liebe Grüße, Bine

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