Artikel-Leichen – was du tun kannst, damit alte Posts wieder besucht werden

Hast du sie auf deinem Blog auch – die Artikel-Leichen? Ich habe viele ältere Beiträge aus der Anfangszeit, die auf meinem Blog momentan nur Speicherplatz fressen und keinerlei Aufmerksamkeit genießen. Was du aber dagegen tun kannst, dass deine Posts auch so enden, verrate ich dir heute: es erwarten dich vier Tipps, wie du ältere Beiträge wieder pushen kannst…

Ich habe letzte Woche in meiner allwöchentlichen Blog-Inspektion festgestellt, dass all meine frühen Blogbeiträge (dieser hier z.B.) ein bisschen verloren wirken. Warum? Weil sie ganz schon unter Aufmerksamkeitsmangel zu leider haben.

Ist ja auch irgendwo logisch: das Internet ist schnelllebig und alles, was ein gewisses Alter erreicht, ist einfach nicht mehr so attraktiv – wie im wahren Leben auch. ;)

Solche Beiträge hast du auch? Super! Dann habe ich doch glatt ein paar kleine nützliche Tipps, die deine älteren Beiträge noch einmal pushen können.

Los geht’s!

1: Suppe kann man auch wieder aufwärmen.

Ich weiß, normalerweise ist Aufwärmen nur eine semi-optimale Lösung. Bei deinen Posts kannst du aber durchaus mal eine Ausnahme machen.

Ich verbreite meine Beiträge immer mal wieder auf Twitter. Sehe ich, dass meine aktuellen Beiträge gut laufen, schaue ich mal wieder meine älteren an und sehe nach, welcher dort vielleicht doch noch ein bisschen Aufmerksamkeit gebrauchen könnte. Ein Klick auf das kleine Twitter-Symbol, einen schönen Text überlegt und ab auf die Twitter-Bühne.

Facebook und Google+ sind dafür übrigens nicht so gut geeignet, weil sie einfach eine andere Frequenz und einen anderen Zweck verfolgen. Hier kannst du aber dennoch deine älteren Beiträge verbreiten –  und zwar in neuer Form! Zum Beispiel, wenn du einen Foodblog hast und es der „Tag der Tomate“ (oder so) ist und du hast zufällig noch einen älteren Beitrag über Tomatensuppe auf deinem Blog.

Du brauchst also bei Facebook und auch Google+ immer einen guten Anlass, um alte Suppe wieder aufzukochen.

Bei Twitter braucht man das nicht, weil das Netzwerk einfach so funktioniert. Es geht in erster Linie darum, in regelmäßigen Abständen Content zu produzieren und im Zweifel hast du immer Follower dabei, die deinen älteren Beitrag damals in ihrer Timeline verpasst haben. Du solltest nur nicht immer denselben Teasertext nehmen, sondern dir für jeden Post individuelle 140 Zeichen ausdenken.

Also: Aufgewärmt geht’s doch noch!

2: Doppelt hält besser.

Ich bin recht viel auf anderen Blogs unterwegs. Nun erwische ich zwar selten einen Beitrag über Social Media und das Bloggen an sich, aber ab und an kommt auch das vor.

Und bei fast jedem Blog kannst du Kommentare hinterlassen und das solltest du auch tun! Geh auf die Suche, stöber ein wenig und wenn du etwas passendes findest, dann gib doch einen kleinen Hinweis auf deinen bestenfalls themenverwandten Beitrag. Schreibe im Kommentar deine Meinung zum Thema, gib vielleicht schon den ein oder anderen Tipp und schreibe dann etwas wie „über dieses Thema hatte ich mir übrigens auch auf meinem Blog mal Gedanken gemacht“.

Schon hast du deinen Content woanders platziert und wirst wieder von ganz anderen Lesern gesehen.

Tipp: Auch in deine eigenen Beiträge kannst du alte Posts einbringen, indem du ein ähnliches Thema anreißt und den „alten“ Beitrag dann passend integrierst und verlinkst.

3: Spinne ein Netz.

Das Verbreiten deiner älteren Beiträge geht übrigens nicht nur auf Blogs, sondern auch auf anderen sozialen Netzwerken! Findest du in einer Gruppe bei Facebook oder Google+ eine Diskussion zu einem Thema, über das du bereits geschrieben hast, dann verweise darauf. Siehst du einen Post über ein Thema, das dir bekannt vorkommt, dann mach auf dich aufmerksam.

Networking ist einfach alles! Aber Vorsicht: nicht zu penetrant werden. Immer mal deine Inhalte auf diese Weise verteilen, ist absolut okay. Auf den Keks gehen solltest du damit aber auf Dauer bitte keinem!

Noch ein weiterer Tipp: Bitte andere Blogger und Influencer (also die, die in deinem Themengebiet den Ton angeben ;)), deinen Content zu verbreiten. Schreib sie an, vernetz dich mit ihnen und bitte sie einfach freundlich darum. Die meisten Blogger haben ein gutes Herz und helfen dir gern.

4: Lass dich finden.

Google ist dein bester Freund. Ist er nicht? Dann wird es aber Zeit!

Das Thema SEO ist recht umfangreich, also werde ich demnächst noch einen gesonderten Beitrag darüber schreiben, wie du deine Beiträge SEO-optimieren kannst.

Für heute müssen folgende Tipps dazu reichen: Schreibe immer einen Alt-Text zu deinem Beitragsbild und nutze hier das Beschreibungsfeld, um Schlagworte unterzubringen. Überlege dir hilfreiche und passende Schlagworte zu deinem Beitragsthema und ordne deinen Beitrag immer in eine passende Kategorie ein.

Überschriften sind für Google übrigens auch nicht uninteressant. Spiel ein wenig mit den verschiedenen Überschriftengrößen – aber Achtung: zu viele als Überschrift eingestufte Absätze findet Google auch wieder nicht gut. Ich habe immer meinen Einleitungstext als „Überschrift 5“ eingeteilt und meine Zwischenüberschriften als „Überschrift 6“. Das ist dann aber auch ausreichend.

Mehr zu diesem Thema dann in Kürze in einem separaten Beitrag. :)

Was machst du mit deinen älteren Beiträgen? Gibst du ihnen noch einmal eine Chance oder verschwinden sie eher einfach irgendwann?

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19 Gedanken zu “Artikel-Leichen – was du tun kannst, damit alte Posts wieder besucht werden

  1. Ganz ehrlich: Ich ärgere mich immer häufiger über Tweets, denen ich folge, um dann auf der Zielseite festzustellen, dass ich den Beitrag schon vor zwei Jahren gelesen (und wmöglich sogar kommentiert) hatte. Immer häufiger, weil es anscheinend immer mehr in Mode zu kommen scheint.

    Ich halte nichts davon, sondern plädiere dafür, nur neue Beiträge auch zu verbreiten. Den ach so gern zur Zeit empfohlenen „Evergreen-Content“ finden die Leser, auch ohne dass die Beiträge per Twitter unc Co. wiederbelebt werden müssen.

    Und wenn doch, sollte das gekennzeichnet werden (ein Beitrag aus 2012)… ;-)

    Gefällt 2 Personen

    • Hi Eddy,

      danke für deinen Kommentar! :) Ich verstehe, was du meinst. Es ist sicher an der ein oder anderen Stelle ärgerlich, wenn man einen Beitrag immer wieder empfohlen bekommt.

      Ich finde es aus dem Grund nicht so verkehrt, weil Twitter unheimlich schnell ist und die Wahrscheinlichkeit, dass die meisten deiner Follower deinen Tweet vielleicht noch gar nicht gesehen haben, recht hoch ist. Auch neue Follower machst du so nochmal darauf aufmerksam. Aber du hast natürlich auch Recht – jemand, der zum hundertsten Mal auf demselben Beitrag landet, ärgert sich natürlich darüber. Ich mache das schlichtweg nicht so häufig, aber ab und an bietet es sich einfach an.

      Liebe Grüße und herzlichen Dank für den Kommentar,

      Bine

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Bine,
    hm meine Alten tümpel auch eher dahin. Wobei ich die ja von Blogger mitgenommen habe und sie mir vom Aufbau nicht mehr so gefallen wie früher. Man entwickelt sich ja weiter ;-)
    Ich habe aber hierfür ein cooles Plugin, der stellt einfach quer durch die Bank unter den Berichten Andere vor. So als …das könnte dir auch gefallen!
    Du weißt ja, Twitter und ich sind noch nicht solche Busenfreunde, deshalb kam der Gedanke auch noch nicht so.
    Auf SEO bin ich ja schon mal total gespannt. Ist bei mir auch noch etwas planlos, obwohl ich anscheinend doch ein paar Dinge richtig mache. So sieht man mich doch oft weit oben bei Suchbegriffen *jipiii*
    LG Tanja

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Tanja,

      Cool, danke! Die Sache mit den ‚Related Posts‘ habe ich glatt vergessen. ;) Das mache ich ja hier auch: Beiträge vorschlagen lassen, die den Leser interessieren könnten. Bei mir ist das Teil meines Themes. ;)

      Herzlichen Dank und ganz liebe Grüße,

      Bine

      Gefällt 2 Personen

  3. Hallo Bine,

    besten Dank für diesen informativen Beitrag. Ich musste beim Lesen ein wenig grinsen, denn ich überlege schon länger, wie ich die „gut abgehangenen“ Themen meines Blogs noch weiter verwenden könnte. Du lieferst diesbezüglich ein paar gute Ideen und ich freue mich, dass du mein Problem – zumindest in Ansätzen – gelöst hast. ;)

    Einen Punkt vermisse ich jedoch: Was hältst du davon, ältere Beiträge um aktuelle Aspekte eines Themas zu ergänzen und somit wieder mit neuer Relevanz und Nachrichtenwert zu versehen? Das kommt dem Blogbetreiber zugute, weil er seinen Inhalt mehrfach verwenden kann. Zum anderen bekommt der treue Blogleser eine aktuelle und fundierte Information.

    Das sollte doch eine gute Lösung für beide Seiten sein – oder?

    Beste Grüße aus Hagen
    Marc

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Marc,

      Die Idee ist super. Ich hab ja hier auch vorgeschlagen, alte Beiträge in neue zu integrieren. Meinst du das oder habe ich da was falsch verstanden?

      Liebe Grüße und danke für dein Feedback,

      Bine

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  4. Hm, ich sehe ein paar Dinge etwas anders, aus persönlicher Erfahrung.
    Twitter ist bei mir absolut eine Niete,..egal was ich tue, alte oder neue Beiträge,..ich hab da zuwenig „Berührungspunkte“ und es geht noch schneller wie fb.
    Alte Beiträge, wenn ich sie erneut teile, betitle ich meist mit: Aus dem Archiv,..weil ich zb. ein Gericht nochmal mache, oder weils thematisch halt passt.
    Nicht würde ich in anderen Blogs mein Rezept unaufgefordert hinterlassen..DAS fände ich bei mir auch nicht spannend,..sprich ich würde ev sagen, ja hab ich gemacht,..aber niemals mit Link.

    Andere Blogger, und da gibt es sehr sehr viele, die viel größer sind, würde ich auch nicht anschreiben um mich zu verbreiten..gggg,,..wobei das tatsächlich viele große Blogger tatsächlich machen das SIE einfach Links setzen und auch um Likes oder so anfragen..ähm..finde ich alles nicht spannend, käme für mich nicht in Frage sowas.

    Alte Beiträge in neue verlinken, tu ich oft, wenns passt, oder wenn ein Grundrezept dran ist, das ich anders verarbeite.

    Aber ansonsten, vielen Dank für deine immer interessanten Anregungen, auch wenn ich das halt etwas anders sehe, aber ich bin ja kein Profi!

    Liebe Grüße
    Sina

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Sina,

      danke für dein Feedback. :)

      Natürlich ist das immer alles Geschmacksache und übertreiben sollte man das mit den Verlinkungen unter anderen Beiträgen auch nicht. Wenn es aber eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung ist (so wie etwa der Hinweis von Stefan Schütz hier bei diesem Beitrag), finde ich das überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil: es geht doch um deine Leser und wenn ihnen das hilft, ist das doch etwas Gutes.

      Ich bin einfach eher der Meinung, dass Blogger miteinander mehr erreichen als jeder für sich. Zudem empfiehlt es sich, immer mal wieder anderen Content als nur den eigenen zu teilen. Warum? Dadurch vernetzt du dich nicht nur mit einem anderen Blogger, sondern machst dich für dessen Zielgruppe auch sichtbar. Und es gilt eben oft ‚Eine Hand wäscht die andere‘. Und genau aus diesen Gründen machen das auch die „großen“ Blogger immer mal wieder und sind auch mal froh über den ein oder anderen Tipp. Insbesondere bei Twitter ist es eben einfach wichtig, dass du auch mal den Content anderer Twitterer teilst. Nur so verbreiten sich auch deine Tweets mit der Zeit. :)

      Liebe Grüße,

      Bine

      Gefällt mir

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