Fotografie: drei Tipps, wie du Essen schmackhaft in Szene setzt und ein paar Fotos

Am Wochenende habe ich meine Fotografie-Ordner durchgewühlt und siehe da: ich habe tatsächlich schöne Bilder gefunden, die ich schon fast wieder vergessen habe! So viele schöne Fotos von Essen in allen möglichen Formen – und ich will natürlich nicht die Einzige sein, der das Wasser im Mund zusammenläuft, also gibt es die Bilder heute garniert mit drei kurzen Tipps…

Hmmmm! Als ich am Wochenende diese Bilder sah, habe ich direkt Hunger bekommen! Ich hatte total vergessen, dass ich so schöne Bilder von den verschiedensten Mahlzeiten gemacht habe.

Nun, da ich sie wiederentdeckt habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen: ich muss sie dir unbedingt zeigen! Vielleicht bist du ja sogar Foodblogger und hast selber viel Erfahrung damit, Essen richtig in Szene zu setzen?

Ich habe mir auf jeden Fall meine Gedanken zu diesem Thema gemacht und gleich noch ein paar kleine Tipps für dich auf Lager, wie du auch so schöne Bilder hinbekommst:

It’s all about the point of view!

Essen zu fotografieren und richtig ist Szene zusetzen, fängt immer mit dem Blickwinkel an. Aus welcher Perspektive fotografierst du das Essen am besten?

Auf jeden Fall solltest du einen Blickwinkel nehmen, mit dem du alle Komponenten deines Essens zeigen kannst.

Ich bevorzuge hierbei die Perspektive von vorne, oben. Ich fotografiere also schräg nach unten. Damit zeigt man das gesamte Essen, hat aber auch noch einen kleinen Spielraum für die optimale Einbettung in den Hintergrund.

Solltest du gerade keinen schönen Hintergrund zur Verfügung haben, dann mache Close-Ups. Auch Nahaufnahmen von Essen können super wirken!

Ob du Hochkant oder im Querformat fotografierst, kommt auch ein wenig auf deinen Hintergrund an. Unterstützt dieser die Dramatik des Bildes und tut etwas für das fotografierte Essen, dann nehme dein Foto ruhig im Hochkant auf. Hast du weniger im Hintergrund zu zeigen und außer weißer Tischdecke keine weitere Deko, dann fotografiere im Querformat und gib deinem Essen dadurch mehr Raum.

Noch einer kleiner Tipp am Rande: Flüssigkeiten sollten immer gerade fotografiert werden! Hast du also ein Wein- oder Wasserglas oder ähnliches im Hintergrund, dann achte darauf, dass es in deinem Foto gerade steht.

Im Background spielt die Musik

Der Hintergrund spielt bei Food-Fotografie eine sehr große Rolle. Er sollte immer ruhig und farblich abgestimmt sein, damit er eine gewisse Spannung erzeugen kann, ohne deinem Hauptfokus die Show zu stehlen.

Deswegen solltest du dir vorher Gedanken darüber machen, wie du ihn inszenieren möchtest und auch möglichst bereits alles vorbereitet haben, bevor du dein Hauptgericht in den Fokus setzt.

Auch die natürlichen Lichtverhältnisse spielen hier eine große Rolle. Du willst ja nicht, dass am Ende dein Glas so steht, dass es einen großen Schatten auf deinen Teller wirft, oder?

Hast du alles vorbereitet und machst dein Bild, dann nutze deinen Hintergrund, um eine Bildtiefe zu verzeugen – Festbrennweiten sollen hierfür übrigens am besten sein, habe ich gehört.

Turn the Sättigung up!

Ich mache es bei Food-Fotografie – übrigens auch bei Naturfotografie – sehr gern so, dass ich die Sättigung und Helligkeit im Nachhinein noch etwas aufarbeite. Dadurch erreiche ich eine noch stärkere und kräftigere Wirkung der Farben, denn leider habe ich noch nicht genug Material, um die Szene richtig auszuleuchten.

Außerdem solltest du, wenn du Essen fotografieren möchtest, die einzelnen Komponenten so roh wie möglich lassen, denn so haben sie die schönsten Farben. Benutze frische Kräuter, farbenfrohe Blüten als Deko und frisches Obst und Gemüse als Hingucker.

Auf jeden Fall solltest du es vermeiden, mit Blitz zu fotografieren. Leuchte dein Essen lieber anderweitig aus. Warum? Mit Blitzlicht fotografierte Objekte wirken auf Bildern meist sehr flach. Du erreichst einfach nicht die nötige Tiefe, um dein Essen richtig in Form zu bringen. Durch das Abblenden etwa kannst du Licht und Farbe verändern – bei voll geöffneter Blende wirkt die Lichteinstrahlung beispielsweise flau.

Look at it – meine Bilder

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Na, Hunger?

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12 Gedanken zu “Fotografie: drei Tipps, wie du Essen schmackhaft in Szene setzt und ein paar Fotos

  1. Ein zweites Problem beim Blitz, besonders aus nächster Nähe, ist, dass man erstens einen extremen Schlagschatten und zweitens hat man eine extreme Überbelichtung. Hochwertige Kameras versuchen die Stärke anzupassen aber wirklich gut wird das trotzdem nicht.

    Wie ist die Begründung dafür, dass Getränke gerade fotografiert werden müssen?

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    • Danke für deinen Kommentar, lieber Marc. :)

      Ja, da hast du recht. Mit einem externen Blitz kann man das besser regulieren, aber mit einem Kamera-Blitz wird das schwierig.

      Die Begründung für die gerade stehenden Gläser ist relativ simpel: es ist harmonischer. Ein kippendes Glas erzeugt zu viel Spannung, dafür, dass es im Hintergrund steht. Aber wie immer in der Fotografie ist das eine Frage der Bildkomposition und des persönlichen Empfindens. Ich denke nur, wenn das Glas ein Teil des Backgrounds ist, sollte es nicht unnötig für Unruhe sorgen. Oder was meinst du?

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      • Ah, jetzt verstehe ich, was Du meinst – Ich dachte, Du sprichst vom Winkel, in dem Du zum Glas stehst.

        Das mit dem Kippen ist allerdings ein grundsätzliches Problem. Das würde ich nicht nur hierauf beschränken. Jeder wird vermutlich schon mal ein tolles Landschaftsfoto mit einem schrägen Horizont gemacht haben :-D

        Gefällt 1 Person

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