Zwei kleine Fotoshootings mit meinem neuen Tele-Objektiv

In meinem letzten Post wurde es schon groß und breit angeteasert: ich habe tolle Bilder für dich aus meiner Blogpause mitgebracht! Und weil ich es so langsam einfach nicht mehr abwarten kann – und du bestimmt auch nicht – , gibt es die nun endlich hier…

Mein Mann und ich haben vor Monaten bereits beschlossen: zu unserer Nikon D3100 muss noch ein Objektiv her. Wir schlichen die ganze Zeit um das Tele-Objektiv Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4,5-5,6G ED VR herum und bald stand fest: das soll es werden!

Warum? Weil wir ein Objektiv suchten, mit dem wir auch entferntere Objekte gut einfangen können. In unserem Malediven-Urlaub fiel uns nämlich auf, dass genau da die Grenzen unserer Kamera sind. Als wir Delfine oder Flughunde oder eben die heimischen Vögel einfangen wollten, kamen wir mit dem Standardobjektiv (18-55mm) nicht besonders weit – im wahrsten Sinne des Wortes.

Nun war während unseren Überlegungen allerdings schon so viel Zeit vergangen, dass wir schnell beschlossen: gut, die Kamera gibt es zu Weihnachten.

Eine Woche vor Weihnachten lief mein Mann nun los und wollte das tolle neue Objektiv holen, damit wir in unserem Silvester-Urlaub richtig coole Fotos schießen können.

Also ging er voller Erwartungen in den Elektronikfachmarkt seines Vertrauens (nein, es ist nicht Mediamarkt ;)) und suchte sich einen Verkäufer.

Und dann folgte die bittere Enttäuschung: das Objektiv haben sie nicht da und wenn sie es bestellen, kann das ewig dauern. Super.

Mein Mann bestellte es trotzdem (ewig ist übrigens auf den 27.12. datiert worden :D ) und vereinbarte mit dem netten Verkäufer, dass er ihn doch anrufen möge, wenn das Objektiv da wäre.

Und da geschah das Unglaubliche: am  23.12. rief uns der Elektronikfachhandel an und hatte – waaaaas??? – das Objektiv für uns! Wir sind ausgerastet. Also ich. Mein Mann blieb ganz cool – ist eben so seine Art.

Naaaaja, lange Rede – gar kein Sinn: ich habe natürlich sofort losgelegt und zwei tolle Fotoshootings mit dem neuen Tele-Objektiv veranstaltet. Mit tierischer Begleitung – hier kommen die Bilder.

By the way: ich kann mich nie entscheiden, also hoffe ich, du hast Zeit, dir unendlich viele Bilder anzusehen und zu jedem einzelnen möchte ich bitte ein „Wow!“ und „Aaah!“ und so hören. Bereit? Bereit!

Das Fotoshooting mit den kleinen Großen

Ich gebe zu: ich hatte ganz schön Respekt, als ich diese Fotos shootete: große Pferde, die beim Anblick einer Kutsche völlig außer sich geraten, sind eben nun einmal nicht jedermanns Sache. ;)

Dennoch mag ich Pferde – insbesondere die meiner Schwester – und legte los:

Die kleine Paula schnueffelt im Schnee...

Ja, mir ist bewusst, dass das kleine Tierchen, das hier so neugierig seine Nase in den Schnee steckt, kein Pferd ist. ;) Es handelt sich viel mehr um die kleine, süße Jack Russel Hündin namens Paula, die meine Schwester gern beim Reiten begleitet.

Der Mond, der Mond - er scheint hell...

Das war der erste Versuch meinerseits, das Objektiv mal auszulasten und wirklich tief zu zoomen. Wow! Der Mond ist zwar leider noch ein bisschen unscharf (nächstes Mal unbedingt mit Stativ), aber ich war dem Mond noch nie so nahe! ;)

Zwei kuschelige Pferde...

Sind sie nicht süß? Ja, scheint so. Die Friesin kann dem Wallach meiner Schwester aber wirklich auch auf die Nerven gehen. Sie folgt ihm auf Schritt und Tritt. Das muss wahre Liebe sein… ;)

Nahaufnahme des Friesen-Kopfes...

Sie ist unheimlich eitel – aber sie hat auch Grund dazu! Die Friesin ist wirklich ein schönes Tier…

Das Pferd zeigt, was es kann...

Da springt er wie ein junges Reh und ist eigentlich doch am Huf verletzt. ;) Hier sieht man so richtig gut, warum ich unbedingt bis nachmittags warten wollte: das Licht der untergehenden Sonne lässt sein Fell so richtig strahlen. Kleiner Nachteil daran: das Licht der untergehenden Sonne ist natürlich für Fotos phänomenal, allerdings sollte man sich immer genau überlegen, ob das mit den Motiven auch machbar ist. Die anderen beiden Pferde sind nämlich beinahe schwarz und da war es ziemlich schwer, mit dem spärlichen Licht etwas Gutes zu fotografieren.

So süß: er schmust mit seiner Reiterin!

Das Bild mag ich so gern, weil man so richtig sieht, wie das Pferd meine Schwester als Bezugspunkt sucht. Er orientiert sich regelrecht an ihr. Schön natürlich auch: die Tiefen, die in diesem Bild durch den Hintergrund entstehen – verursacht durch das neue Objektiv…

Und da gehen sie daheim...

Gegen das Licht zu fotografieren ist immer nicht so eine gute Idee – es sei denn, es steht schräg vorne! Dann entsteht nämlich so ein Bild. Und ich bin total fasziniert, was das Licht mit diesem Foto macht! Eine tolle Stimmung und da die Pferde auch noch so brav in Reihe und Glied laufen, war das ein richtig glücklicher Schnappschuss.

Das Fotoshooting in Kiel

Nachdem ich also die Pferde meiner Schwester gut in Szene gesetzt habe, ging es dann mit Mann und einem befreundeten Pärchen nach Flensburg. Wir wollten einfach mal ausspannen, die Ruhe und das Wasser genießen und die Seele baumeln lassen.

Das ist uns auch sehr gut gelungen und wir haben die Tage echt genossen.

Neben einem Ausflug nach Kiel hatten wir auch noch einen schönen Silvesterabend mit einem leckeren Essen, noch leckererem Wein und vor allem einem mega schönen Feuerwerk über dem Hafen von Flensburg. Absolut empfehlenswert!

Aber fangen wir von vorne an: im Vordergrund dieser Bilderauswahl steht der Kieler Hafen:

Schiff reflektiert im Wasser...

Ein Schiff, dass im Wasser liegt, kann ja jeder fotografieren. Ich fand die Reflektion dieses Schiffes im Wasser viel schöner! Wichtig hier: eine ruhige Hand beim Fotografieren, denn dass das Wasser sich bewegt, ist für die Kamera schon Arbeit genug.

Zwei Möwen schauen mich an...

Als wir über eine Brücke liefen, schaute ich die ganze Zeit nur durch mein Objektiv und suchte nach einem tollen Motiv, bei dem ich sofort abdrücken kann. Als mich dann plötzlich diese beiden Möwen ansahen, musste ich erstmal lachen – wie Patt und Patterchen.

Einsam sitzt sie da. Und ihre Feder auch...

Auch beim Weg über die Brücke erwischt: diese kleine Möwe hier. Ihr Blick sagt sowas wie „erwischt!“, finde ich. Und ihre abstehende Feder macht sie irgendwie niedlich…

Meine Blogpause ist beendet!

Die fliegende Möwe zu erwischen, war gar nicht so einfach. Ich habe bestimmt 20 solcher Bilder gemacht, die aber entweder gar keine oder eine nur ziemlich verschwommene Möwe enthielten. Das ist wenigstens etwas geworden. Und ich finde es klasse!

Ein Pärchen schaut zum Wasser...

Als die beiden sich mal unbeobachtet gefühlt haben, habe ich abgedrückt. Und danach ein bisschen mit Photoshop experimentiert. Ich finde das Ergebnis schön,w eil es die romantische Stimmung unterstreicht und nebenbei auch die dunklen Jacken gut kaschiert. Allerdings bin ich dann doch eher der Freund von „naturbelassenen“ Bildern. Man muss sich ja aber doch auch mal austoben… ;)

Ein Detail eines Bootes...

Mein Mann liebt Boote und dieses hier hatte einfach unheimlich viel Scharm: ein altes holzverkleidetes Boot, das laut Beschriftung aus der Stadt kam.

Ein junger Schwan auf seinem Weg...

Ein junger Schwan schwamm an mir vorbei – total schön! Seine bräunlichen Flecken und der schwarze Schnabel eignen sich toll, um mal zu testen, wie gestochen scharf die Bilder mit dem neuen Objektiv werden. Toll!

Mama Schwan?

Der junge Schwan war allerdings auch in Begleitung eines ausgewachsenen Schwans. Seine Federn sind aber so hellweiß, dass es schwer war, dort gute Kontraste für Tiefen und Struktur zu finden. Dennoch ein schönes Bild, wie ich finde.

Mein Kumpel starrt auf Ziegen. Oder eben aufs Wasser...

Als er sich wiedermal unbeobachtet fühlte, habe ich abgedrückt: das ist der eine Teil des befreundeten Pärchens beim verträumten Blick auf den Hafen und das ruhige Wasser vor uns. Schön dabei: die Unschärfe lässt den Hintergrund erscheinen, als stünden wir in einer riesigen Großstadt. ;)

Ein Schiff in Ketten gelegt...

Hier sieht man gut, welche Tiefen ein Tele-Objektiv zaubern kann, es entsteht beinahe ein dreidimensionaler Effekt, wie ich finde. Ich habe das im P-Modus meiner Kamera fotografiert, weil ich so das Messfeld selbst bestimmen kann und somit scharf stellen kann, was ich scharf stellen will.

Popcorn und Fernsehabend...

Zu einem richtigen Entspannungsurlaub gehört auch, dass man mal die Beine hochlegt. Und weil wir einen Abend keine Lust hatten noch rumzulaufen, gab es Popcorn, heißen Hugo (für die Männer ein Flensburger) und einen guten Film. Und ich habe meine Kamera ein bisschen beschäftigt. War aber nicht so einfach: künstliches Licht bedarf sehr viel Feinarbeit in der Kameraeinstellung. So etwas niemals im Auto-Programm fotografieren!

Das Feuerwerk zum Schluss...

In Flensburg lieben sie es, Raketen in den Himmel zu schießen! Leider habe ich weder mein neues Objektiv ausprobiert, noch habe ich ein Stativ dabei gehabt. Also merke: für schöne Feuerwerksbilder braucht es unbedingt ein Stativ! So ruhig kann man gar nicht halten. Leider auch ein bisschen unschön: der Rauch der Rakete. Man sieht vor lauter grau fast gar kein Feuerwerk mehr. Hast du vielleicht einen guten Tipp, wie man ein Feuerwerk richtig schön fotografiert?

So, das waren sie – meine Bilder für dich. Und, was sagst du?

Nicht wundern, ich habe sie extra ein bisschen von Photoshop klein rechnen lassen, damit sie nicht so viel Speicherplatz wegnehmen und deinen Computer nicht beim Laden der Seite völlig überfordern.

Wenn du die Originale sehen möchtest – ich habe sie (fast) alle bei flickr und bei 500px hochgeladen.

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16 Gedanken zu “Zwei kleine Fotoshootings mit meinem neuen Tele-Objektiv

  1. … schöne Fotos dabei. Leider hab ich selber a) keine Kamera und b) hab ich auch keinen blassen Schimmer vom „richtigen“ Umgang mit einer Kamera :))
    Ich bewundere immer die wirklich guten Fotografen und wie sie einen Blick dafür bekommen, das ist jetzt Das Motiv.
    Vielen Dank für deinen Bericht über deine Fotoshootings, hat mir gefallen.
    Lg Ede

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    • Lieber Ede,

      Naja, das mit dem Fotografieren kann man erst bei sich selbst beurteilen, wenn man es ausprobiert hat. Schöne Motive zu finden, ist aber auch mit einer „einfachen“ Smartphone- oder Kompaktkamera möglich. Die Bilder sind dann zwar nicht so hochwertig, aber du kannst das mit dem Motiv mal üben. ;)

      Vielen Dank und schön, dass sie dir gefallen! :)

      Liebe Grüße,

      Bine

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  2. Schöne Fotos! Wow! ;-) da habt ihr Zwei Euch ja noch ein richtig gutes Weihnachtsgeschenk gegönnt. Die Möwenfotos und das Bild mit den Wasserspiegelungen finde ich besonders schön.

    Ich überlege auch gerade an einem neuen Fotoprojekt für meinen Blog, allerdings eben mal nicht mit einem Zoomobjektiv, sondern mit einer Festbrennweite. Noch konnte ich mich nicht entscheiden, welchen „Turnschuhzoom“ ich mir zulege und die Idee ist noch am entstehen, aber … naja shauen wir mal!

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    • Hallo lieber Patrick,

      Freut mich, dass dir meine Bilder gefallen. :)

      Ich denke, um herauszufinden, was du für ein Objektiv brauchst, musst du erstmal wissen, was du fotografieren willst. ;) Ich liebe es, mit einem Teleobjektiv zu fotografieren, weil die Tiefen einfach beeindruckend sind, die dabei herauskommen. :)

      Sag Bescheid, wenn du deine Fotos gemacht hast! Ich bin neugierig!

      Liebe Grüße,

      Bine

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  3. Die Fotos sind wunderschön und ich kann deine Begeisterung dafür vollkommen nachvollziehen!
    Ganz besonders angetan hat es mir die einzelne Möwe, weil sie so unfassbar süß da steht mit der wehenden Feder.
    Ich hoffe, dass Wie bald noch mehr solche schönen Fotos zu Gesicht bekommen werden,
    LG Angelina

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    • Liebe Angelina,

      ich danke dir für die positiven Worte – freut mich, dass dir meine Bilder gefallen. Ich werde mit Sicherheit bald wieder neue Bilder für euch haben. ich liebe es einfach viel zu sehr, mit meiner Kamera zu experimentieren. ;)

      Liebe Grüße,

      Bine

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  4. Nachdem ich es eigentlich nicht glauben wollte, hatten wir uns vor einiger Zeit auch mal ein Objektiv mit Festbrennweite gekauft. Und auch bei uns war es ein Unterschied wie Tag und Nacht (Nicht ganz, aber schon ziemlich :-)).

    Die Kit-Objektive sind tatsächlich eigentlich eher Grundausstattung. Und meiner Meinung nach sieht man deutlich einen Unterschied zwischen variabler und fester Brennweite. Allein, was die „gebogenen“ Kanten betrifft.

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    • Jetzt hört aber auf, sonst muss ich mir auch so ein Objektiv holen! :D

      Ich mag die Kitobjektive, denn die sind einfach flexibel und ich muss nicht ständig das Objektiv tauschen und etliche Objektive mitschleppen, wenn ich unterwegs bin.

      Inzwischen gehe ich aber auch immer häufiger tatsächlich nur los, um Fotos zu machen und dafür könnte man mal darüber nachdenken… ;)

      Liebe Grüße,

      Bine

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  5. Schöne Fotos! Und ich bin verblüfft über die Qualität der Fotos. Ich renne immer mit meinem schweren 70-200mm 2.8 herum und schleppe mich krumm und bucklig! Als Festbrennweite für Portraits kann ich dir das Nikkor 50mm 1.8 für unter 200 Euro für den Anfang wärmstens empfehlen!

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    • Hi Karin!

      Vielen Dank, es freut mich sehr, dass auch einem Profi meine Fotos gefallen. :)

      Ja, das habe ich auch grad entdeckt. Für welche Fotografien lohnt es sich denn, ein solches Objektiv zu kaufen? Ich weiß irgendwie noch nicht so recht, was ich damit anfangen soll… ;)

      Liebe Grüße,

      Bine

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      • Mit diesem Objektiv mit seiner hohen Lichtstärke sind auch bei weniger günstigen Lichtbedingungen gute Portraits möglich. Man ist näher an seinem Modell und wenn man mit offener Blende arbeitet, bekommt man ein schönes Bokeh (also das Modell wird freigestellt, der Hintergrund unscharf. Es ist ein komplett anderes Arbeiten mit einer Festbrennweite, denn man bewegt sich selbst für einen anderen Bildausschnitt, und dreht nicht nur am Zoomring. Aber wie du schon selbst sagst, es kommt immer darauf an, was du fotografieren willst und wo deine Vorlieben liegen. Dieses Objektiv ist jedenfalls eine super preisgünstige Möglichkeit, in die Welt der Festbrennweiten einzusteigen.

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  6. Wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt

    „super preisgünstige Möglichkeit, in die Welt der Festbrennweiten einzusteigen.“

    Und das bei ~200 Euro – Klingt etwas wie die Modelleisenbahner :-)

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