Du fragst dich, warum deine Facebook-Posts nicht laufen? Ich verrate es dir!

Ich schaue immer mal wieder bei allfacebook.de rein und halte mich so zu dem sozialen Netzwerk made by Mark Zuckerberg auf dem Laufenden. Dieses Mal habe ich eine tolle Infografik über Emotionen bei Facebook Posts entdeckt und sie für dich in kompakter und übersichtlicher Form zusammengefasst und mit meinen Gedanken gespickt. Und ein paar kleine Tipps warten auch noch auf dich…

Auch, wenn ich nicht so ein wahnsinnig großer Freund von Facebook bin: auf dem Laufenden bleiben muss ich hier dennoch. Ich finde, das gehört sich bei meinem Job einfach so.

Nun bin ich gestern bei allfacebook.de über einen tollen Beitrag gestolpert, der wie folgt heißt: „Mit Emotionen gezielt Interaktionen steigern“.

Ich finde ja schon, allein das Wort „Emotionen“ klingt unheimlich verlockend, dazu noch das gezielte Steigern – und ich bin dabei! Also habe ich den Beitrag gelesen. Er war zwar inhaltlich für mich nicht so überraschend, sondern eher logisch. Dennoch hat er mich zum Nachdenken bewegt.

Worum es in dem Beitrag ging? Es ging darum, in welchem Zusammenhang Emotionen und der Erfolg deiner Facebook-Posts zueinander stehen und welche Emotionen bei Facebook eigentlich was genau bewirken – basierend auf einer Erhebung von Fanpage Karma.

Ich habe mir die Infografik und den Beitrag mal genauer angesehen und ihn hier für dich zusammengefasst – inklusive ein bisschen eigenem Senf… ;)

Fakt 1: Mehr als 70 Prozent der Posts auf Facebook haben eine positive oder negative Emotion in sich.

Was schreibt, teilt oder liked man denn so auf Facebook? Dinge, die man lustig, wichtig, berührend und einfach toll findet. Man hat also schon direkt eine emotionale Wertung in ihnen – also irgendwie logisch, dass die meisten Posts auch emotional geladen sind.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass im Laufe der Erhebung bei einer Reduktion der emotionalen Postings die Aktionen bei den Usern auch zurückgingen. Neutrale Posts sind vielleicht nicht uninteressant, aber sie berühren uns eben nicht.

Fakt 2: Dazu passt auch, dass emotionale Posts mit Abstand die meisten Reaktionen bei Facebook-Usern hervorrufen.

Emotionen sind nun einmal das, was uns Menschen verbindet. Wir leiden mit, wir freuen uns, wir sind traurig – es geht uns etwas nahe! Und das ist auch bei einem Facebook-Post so. Auch, wenn diese Posts von Seiten wie heftig.co schon irgendwie übertrieben sind – sie machen aber etwas mit uns und genau daher rührt der Erfolg. Ein Paradebeispiel für emotionale Beeinflussung. ;)

Das habe ich auch schon bei meinem Job bemerkt: je persönlicher man wird und je emotionaler das Thema ist, desto mehr Reaktionen ruft es auch hervor. Achte also immer darauf, wie du was schreibst und du wirst sehen: der Erfolg bei Facebook kommt!

Fakt 3: Die meiste Interaktion erzielt Freude.

Die Emotionen Trauer, Wut und Angst sind – im Gegensatz zur Emotion Freude – immer etwas schwieriger zu händeln. Kein Wunder also, dass die Freude die meisten Reaktionen in Form von Interaktionen hervorruft.

Das bedeutet aber nicht, dass man nur Freude transportieren sollte. Auch, wenn man mit Angst und Trauer schwieriger umgehen kann und daher die Interaktion auch geringer ist als bei der Freude, ist man sicher nicht authentisch, wenn man sich immer nur freut.

Ich muss sagen, ich ertappe mich auch ständig dabei, dass ich eher auf süße Katzenbilder oder „Juhu, ich hab meinen Uniabschluss!“ reagiere, als auf „Heute ist nicht mein Tag“ oder „Mein Kaninchen ist heute Nacht verstorben“. Ich weiß da immer nicht so recht, was ich dazu schreiben soll.

Wenn man dann aber weiß, woher die negativen Emotionen rühren (Unzufriedenheit und Frust (Wut), Bedürfnis von Nähe (Angst) oder auch die Suche nach Mitgefühl und Gesprächen (Trauer)), kann man viel besser auf diese reagieren. Hab keine Angst davor, dich den Emotionen deiner User (oder deinen eigenen) zu stellen, denn im Grunde wollen sie nur gehört werden. Gehe einfach nett und freundlich damit um und sei vor allem einfühlsam!

Fakt 4: Freude erhält mehr Likes, Angst wird eher geteilt und Wut wird kommentiert.

Es ist ja nicht verwunderlich, dass man mehr Likes bekommt, wenn man freudige, lustige oder glückliche Posts veröffentlicht. Genauso wenig überrascht es, dass Angst geteilt und Wut kommentiert wird, wie ich finde.

Wenn uns Angst-Posts berühren, dann meist, weil wir diese Angst auch fühlen, weil wir sie eben teilen.

Lesen wir von jemandem zum Beispiel „Das kann ja wohl nicht wahr sein!“ oder „Sind die noch ganz dicht???“, dann sind wir neugierig und wollen wissen, was los ist – wir kommentieren.

Die Emotionen im Post entscheiden also darüber, wie wir reagieren. Sie fordern uns heraus, berühren uns und führen dazu, dass wir aktiv werden. Wir wollen daran teilhaben, wollen mitfühlen, wollen auch gehört werden.

Mein Tipp also: Erzeuge Emotionen! (Ja – jetzt denkst du sicher „Ach, was?“) Emotionen sind der Kern unseres Zugehörigkeitsempfindens. Trau dich zu zeigen, was du fühlst. Schreibe nicht zu neutral, sondern sei du selbst!

Ich handhabe es immer (also auch im Job) so, dass ich möglichst authentisch sein will. Ich möchte, dass der Leser sich ein Bild davon machen kann, wer da vor ihm sitzt, denn alle meine Leser kenne ich nun einmal nicht persönlich – und höchstwahrscheinlich werde ich einen Teil von ihnen auch nie kennenlernen. Das ist eben so. Trotzdem möchte ich, dass sie ein Gefühl für mich bekommen und dafür muss man sich eben nun einmal öffnen und darf keine Angst davor haben, dass die eigenen Gedanken unerwünscht sind.

Facebook ist beruflich für mich ein Instrument, um mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben. Ihnen etwas zu geben, was sie interessiert, was sie vielleicht gerne lesen oder nachmachen möchten. Ich möchte sie inspirieren und in ihnen ein positives Gefühl erzeugen.

Ein großer Punkt beim Posten ist es, seine Leser überhaupt erstmal dazu zu kriegen, über das von dir Gepostete nachzudenken. Und da führt kein Weg an Emotionen vorbei. Und das gilt im Übrigen nicht nur für Facebook!

Hier findest du übrigens die Infografik.

PS: Auch, wenn ich der Meinung bin, dass Reichweite nicht alles ist. Hier noch ein kleiner Tipp dazu: Ich habe festgestellt, dass auf Facebook solche Posts am besten funktionieren, die keine Links oder ähnliches enthalten. Reiner Text wird also immernoch am häufigsten gesehen – und da passen Emotionen doch am besten rein!

Wie ist das bei dir? Nutzt du Facebook für deinen Blog? Und wenn ja: wie? Bei mir ist es (zumindest, was den Blog angeht) nur ein Vertriebskanal für meine Beiträge. Ich bin da leider nicht so ganz akribisch. ;)

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8 Gedanken zu “Du fragst dich, warum deine Facebook-Posts nicht laufen? Ich verrate es dir!

  1. Klasse Beitrag, genau dasselbe habe ich auch bereits festgestellt. Sobald ich Emotionen ( meist freudige ) zu irgendeinem Thema von mir veröffentliche, steigen auch die Likes und Kommentare. Vielen Dank übrigens dass du dir mit deinen Posts immer so viel Mühe gibst und damit bestimmt nicht nur mir immer wieder eine Hilfe bist. lg, Manuela

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  2. Facebook ist für mich mittlerweile auch nur noch ein Vertriebskanal für meine Blogpostings. Ich erreiche über Facebook nur noch wenige Freunde, weil die sich alle von Facebook zurück gezogen haben (oder mich wegen meinen Postings gesperrt haben, das weiß man nie genau). Meine Freunde und Bekannte Posten halt selber auch nicht mehr viel. So lese ich nur noch kommerzielle Postings auf Facebook. Es ist langweiliger als in den Jahren 2010/2011.

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    • Das finde ich auch. Es ist wirklich schade, was aus dem Netzwerk geworden ist. Ich bin inzwischen viel lieber bei Twitter oder G+ unterwegs. Da ist es irgendwie entspannter – obwohl ich dort auch Unternehmen folge.

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  3. Ich kann mich bezgl. der Aussage der wenigen Interaktionen nur anschließen. Woebi ich zugeben muss, dass ich FB auch fast nur nutze, um Artikel zu promoten.

    Ein indirekter Nachteil von FB (Das hat eigentlich gar nichts mit dem Netzwerk zu tun) ist, dass man ja doch mehrere Netzwerke bedienen sollte/muss/könnte, wenn man es schon bei einem macht. Da sind dann bei mit noch Twitter und Google+ am Start. Und wenn man andernweitig berufstätig ist, abends den Artikel schreibt und dann auch noch schnell die nötigste Promotion aufstellt, dann war es das mit der Zeit.

    Vor ein paar Monaten wollte ich noch richtig regelmäßig bei Youtube einsteigen (Ich habe sogar einen Kanal :-) -> https://www.youtube.com/user/ichbinheimwerker ), aber vor allem Videos fressen so viel Zeit, das glaubt man gar nicht (Vielleicht drehe ich mal eines darüber :-D).

    Die Quintessenz des ganzen Kommentares: Wenn man nicht Vollzeit dabei ist, schafft man es einfach nicht, Qualität auf z. B. FB zu erreichen, ohne, dass es in Arbeit ausartet…

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    • Danke für dein Feedback! :)

      Selbst, wenn man die Zeit dafür hat (und eben so einen Quatsch hauptberuflich macht ;)), dann wird Facebook nicht besser. Eher noch schlechter, weil es die Reichweite unheimlich kürzt. Nur mal so zum Drüber-nachdenken: wir haben fast 1900 Fans und unsere Reichweite liegt teilweise bei nur 150. Das ist ein Witz. Und genau deswegen macht es einfach keinen Spaß mehr, mit Facebook zu arbeiten. Man müht sich ab, probiert alles mögliche aus und wird doch nur bestraft. Das Ergebnis davon: man muss mehr Budget für Facebook einplanen oder man findet sich damit ab und versucht, wenigstens die paar Leute noch angemessen zu unterhalten. Das große Problem: niemand interessiert sich für alles, aber jeder für etwas. Und weil unsere Facebookseite (durch den Blog) eher vielfältig ist, ist es Mist, wenn nur so wenige die Inhalte tatsächlich zu sehen bekommen. Naja, neues Jahr – neues Glück! ;)

      Liebe Grüße, Bine

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  4. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. Facebook richtig genutzt, bringt sogar viele Besucher. Ich möchte nicht über Zahlen sprechen, aber unsere Reichweite liegt prozentual zu den Fans doch um ein vielfaches Höher als knapp 8%. Selbst mit mein „still gelegtes“ Blog komme ich bei 285 Fans auf eine Reichweite von über 10%.
    Ich denke, das liegt aber auch daran, was hinter der FB-Seite steht. Eine reine Firma (Hersteller) bekommt Fans, die einfach nur Geschäftspartner oder Kunden sind. Die Seite wird aus Fairness, Anstand oder Informationsbedarf geliked. Ein wirkliches Interesse an einem Austausch besteht selten. Anders bei Fan-Seiten, hier möchten die Leser ihr Interesse und Gefallen ausdrücken. Das machen sie durch „gefällt mir“ und in Kommentaren. Einen privaten Heimwerkerblog würde ich ähnlich einstufen. Die Fans finden die vorgestellten Projekte gut, daher werden sie Fans. Ein Ausdruck von Anerkennung, der sich dann auch in Kommentaren widerspiegelt. Projektvorstellungen wurden bei mir oft mehr kommentiert als direkte Meinungsfragen. Die Fans möchten sich nur bedingt unterhalten, sie möchten das sehen, weswegen sie Fans geworden sind – meine Projekte. Bekommen sie das und gefällt es ihnen, dann kommen auch die Interaktionen.

    Gruß Ricc

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    • Okay, das überrascht mich jetzt mit euren Zahlen…
      Dass es die durchschnittliche Reichweite ist, stimmt auch nicht. Ich hab das mal korrigiert. ;)
      Seit wir ein bisschen umgedacht haben und unseren Blog noch etwas stärker füllen – und damit auch Facebook – steigen die Zahlen wieder ordentlich an. Dennoch ist es eben zum Vergleich zum letzten Jahr stark zurück gegangen durch all die Änderungen, die sich Facebook ausgedacht hat. Leider zählt nicht mehr nur der Inhalt, habe ich das Gefühl. Facebook will Geld sehen. Ist ja im Grunde auch ihr gutes Recht.
      LG, Bine

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