Wie man Licht gut in Szene setzt – fünf Tipps und ein paar schöne Bilder für dich

So langsam aber sicher bewegen wir uns auf Weihnachten zu. In der Adventszeit liebe ich Kerzenlicht und den Geruch von Weihnachten in der Wohnung. An dem Geruch kann ich dich zwar schlecht teilhaben lassen – an den Kerzen aber schon. Und wie du für deinen Blog oder auch einfach nur zum Spaß schöne Bilder von Feuer und Kerzen machen kannst, möchte ich dir jetzt und hier zeigen.

Am Mittwochmorgen packte es mich plötzlich: ich sah meine Kerzen und holte meine Kamera – ich musste einfach ein paar Bilder davon machen. Du weißt ja, dass ich gerne Licht fotografiere. ;)

Und während ich da so schön fotografierte und experimentierte, fiel mir ein, dass ich dir ja ruhig ein paar meiner Erfahrungen mitteilen könnte.

Hier also ein paar Tipps für dich, um stimmungsvolle Bilder zu erzeugen.

Tipp 1: Nimm die Kamera nicht in die Hand

Wenn du ein bisschen mit der Belichtungszeit spielst, so wie ich bei diesen Bildern, solltest du die Kamera möglichst ruhig halten.

Das bedeutet, dass sie in deiner Hand eher schlecht aufgehoben ist. Denn egal, wie ruhig du deine Hand hälst – sobald du den Auslöser betätigst, bewegst du deine Kamera.

Stell sie also am besten auf ein Stativ. Du hast keins? Kein Problem: ich auch nicht. Ich bastel mir immer eins aus Kartons und Büchern. Ist zwar nicht optimal, aber es klappt bisher sehr gut.

Ein sich bewegender Kerzenschein...

Tipp 2: Das Blitzlicht muss aus…

Wenn du Licht – oder beispielsweise auch Essen – in Szene setzen willst, solltest du das Blitzlicht weglassen. Nur so erreichst du eine schöne Farbtiefe.

Als ich diese Bilder gemacht habe, war es draußen bewölkt. Ich weiß nicht, wie das bei anderen Kameras ist, aber bei meiner Nikon kann ich tatsächlich „bewölkter Himmel“ als Lichtverhältnis einstellen. Damit werden schon einmal die Farben ganz gut korrigiert.

Kriegt die Kamera die Farbe nicht von allein gut korrgiert, kann ich über ein Farbfeld festlegen, in welche Richtung sie korrigieren soll. Ich kann ihr also sagen, ob sie mehr blau, mehr grün, mehr gelb oder ähnliches hinzufügen soll, um die vorherrschende Farbe zu korrgieren.

Ist das Licht eher kalt und bläulich, brauchst du mehr warme Farbe, ist es eher zu orange oder rotstichig, kannst du dem mit etwas Blau entgegenwirken.

Wenn du also den Blitz weglässt und die Belichtung korrigierst, entsteht zum Beispiel so etwas:

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Tipp 3: Positioniere dein Motiv richtig

Am Anfang habe ich immer den Fehler gemacht, die Dinge, die ich fotografieren möchte, zu positionieren und sie dann erst durch die Kamera anzusehen.

Meine Bilder wurden natürlich meistens nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Warum? Weil ich den Fehler gemacht habe, die Positionierung aus meinem Blickfeld aus zu setzen. Das ist falsch, denn die Kamera hat einen ganz anderen Winkel auf das Motiv.

Also positioniere die Dinge immer so, dass sie durch die Kamera gut aussehen. So erreichst du ein gutes Motiv und die Sachen sind genau so angeordnet, wie du es willst.

Wichtig hierbei: zuallererst musst du die Kamera an ihren Platz stellen und von diesem darf sie sich auch nicht mehr wegbewegen. Denn veränderst du den Platz der Kamera auch nur um einen Zentimeter, entsteht wieder ein neuer Blickwinkel und das Bild wirkt wieder ganz anders.

Tipp 4: Messfeldsteuerung

Es ist immer verlockend, die Kamera auf Automatik zu stellen und sie das Meiste selbst machen zu lassen. Dann kann es aber passieren, dass das Bild nicht die Schärfen hat, die du dir vorstellst.

Ich fotografiere nur sehr selten im Auto-Modus der Kamera. In der Regel nutze ich den P-Modus, um die Kamera-Einstellung selbst zu bestimmen.

Zum Beispiel auch die Schärfen im Bild. Dafür kann ich im Menü die Messfeldsteuerung auf „Einzelauswahl“ stellen und dann mit den Pfeiltasten den richtigen Schärfe-Punkt aussuchen.

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Tipp 5: Belichtungszeit

Bis vor kurzem war mir noch nicht so richtig klar, was man mit der Belichtungszeit der Kamera eigentlich so anstellen kann.

Seit ich ein bisschen damit herumgespielt habe, weiß ich aber, was es damit auf sich hat: je kürzer die Belichtungszeit ist, desto schärfer werden Bewegungsbilder.

Bei den Kerzenbildern habe ich beispielsweise mit einer längeren Belichtungszeit gespielt, um die Bewegung des Feuers aufzunehmen.

So – das waren meine Tipps.

Ein Bild habe ich aber noch für dich von meiner Weihnachtsdeko:

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Wie findest du die Bilder?

 

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9 Gedanken zu “Wie man Licht gut in Szene setzt – fünf Tipps und ein paar schöne Bilder für dich

  1. Was für hübsche Bilder :) Und danke für die Tipps, denn gerade wenn die Lichtverhältnisse nicht ideal sind, gelingen meine Bilder oft nicht so, wie ich sie mir vorstelle. Vielleicht sollte ich mich auch mal gezielt mit dem Handbuch meiner Kamera auseinandersetzen ;)

    Liebe Grüße am 2. Blogger-Kommentier-Tag
    Nathalie

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    • Liebe Nathalie,

      Dankeschön. :)

      Licht in Szene zu setzen ist immer schwierig. Ich habe jetzt auch an Silvester versucht, schöne Fotos zu machen, aber das ist nur bedingt gelungen. Darüber werde ich dann nächste Woche mal berichten und da auch noch ein paar Tipps geben – vor allem dazu, wie es nicht geht. :D

      Liebe Grüße,

      Bine

      Gefällt mir

  2. Hallo, vielen Dank für die Tipps. Ich lerne noch, was Fotos angeht und lese sehr gerne informative Beiträge dazu und versuche das Aufgeschnappte auch wirklich zu behalten und umzusetzen. Ich versuche meist wirklich nicht mehr im Automatikmodus zu fotografieren, sondern selbst Einstellungen zu machen, allerdings sind manche Einstellungen so gut, dass ich sie mir lieber aufschreibe, falls ich sie beim nächsten mal wieder ändere.

    lg nancy

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    • Hi Nancy,
      ja, das Problem kenne ich. Man macht ein super tolles Bild mit perfektem Licht, super Schärfe etc – und dann weiß man am Ende nicht mehr, wie man es gemacht hat. Bei mir kann ich aber in den Bildinformationen am Computer nachsehen, wie die Kamera eingestellt war (Blende, etc). Geht das bei dir nicht? LG, Bine

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