Die Sache mit den Pflegekatzen – inklusive megasüßer Fotos

Heute mal eine Herzensangelegenheit: Ich hab ein kleines Fellmonster zuhause, um das ich mich super gern kümmere. Und das Fellmonster kann sogar zaubern: es wechselt auf kurz oder lang Namen und Aussehen. Naja, vielleicht liegt es auch daran, dass es sich bei meinem Fellmonster um Pflegekatzen handelt. Gut möglich. Was es damit auf sich hat und warum sich das auch für dich lohnen kann, erkläre ich dir jetzt…

Sie sind so unglaublich süß und wenn sie erst einmal anfangen zu schnurren, dann geht mir das Herz auf: Katzen sind schon wirklich tolle Wesen. Ich möchte jetzt hier aber keine Katze-Hund-Diskussion heraufbeschwören (von Kaninchen und Meerschweinchen ganz zu schweigen), aber ich muss dir einfach von meinem Dasein als Pflegestelle für Miezekatzen erzählen. Warum? Weil ich es für eine tolle Sache halte, die noch mehr Menschen machen sollten – und vielleicht hast ja sogar du Lust dazu.

Warum ich das mache?

Als ich weit weg von Mann und Familie in meine Wohnung in Köln gezogen bin, habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich einfach nicht allein sein kann. Diese leere Wohnung hat mich wahnsinnig gemacht und mir auch die ein oder anderen schlaflosen Nächte bereitet.

Irgendwann habe ich mich dann mit einer guten Freundin aus der Studienzeit getroffen und sprach mit ihr darüber. Sie erzählte mir, dass sie schon seit längerem Pflegekatzen aufnimmt und das für sie einfach am besten ist.

Der große Vorteil wäre eben, dass man ein Haustier haben kann, ohne sich direkt an den Vierbeiner zu binden. Weiß man also nicht so recht, wie lange man überhaupt an diesem einen Fleck verweilt oder ob man dem Tier auf Dauer (und Katzen werden bis zu 20 Jahre alt!) ein Zuhause geben kann, dann ist das eine sehr gute Variante.

Zudem bekommt man Futter und ähnliches gestellt und muss sich somit auch um die finanziellen Grenzen keine Sorgen machen.

Klang für mich richtig gut! Nur wenige Wochen später hatte ich mein erstes Pflegefellchen.

Pflegestelle – Was ist das überhaupt?

Worum es dabei geht, ist ganz einfach zu erklären: Katzen, die kein Zuhause haben, sondern nach einem neuen Heim suchen, können bei Pflegestellen so lange leben, bis jemand sie nimmt.

Tiervereine haben in der Regel nicht so viel Platz, wie sie Tiere retten möchten und das ist wirklich schade. So viele Tiere leben auf der Straße, werden vielleicht ausgesetzt oder von ihren eigentlichen Besitzern schlecht behandelt.

Ein Tierverein nimmt solche Tiere auf und lässt sie dann von Pflegestellen versorgen. Gleichzeitig werden die Tiere dann ausgeschrieben und es wird nach einem geeigneten Besitzer für das kleine Wesen gesucht.

Übergeben werden die Tiere nur dann, wenn Pflegestelle und Vermittler ein gutes Gefühl bei der Sache haben und das neue Zuhause erstmalig inspiziert haben. In der Regel folgt dann eine zweiwöchige Probezeit für das neue Tier-Mensch-Gespann und wenn das gut verläuft, hat das Fellmonster eine neue Bleibe.

Katzenklo, Futter, Streu, Näpfe und Kratzbaum werden mir vom Tierverein gestellt. Dafür muss ich nur ab und an mal meine Tür öffnen und bekomme alles in die Wohnung geliefert. Was für ein Service, was? ;)

Wie sind die Tiere so?

Ich werde oft gefragt, ob ich mir sicher bin, dass ich sowas machen will. So ne Wohnungskatzen haben doch alle irgendwelche Macken.

Dazu kann ich nur sagen: die hat wohl jeder von uns. Ich hatte bisher vier Katzen und sie waren alle toll.

Die Erste hatte den Tick, mir immerzu die Hand abzuschlabbern. Der Zweite hatte den Tick, mir seine Lebensgeschichte zu erzählen. Die Dritte hat total gern mit meiner Hand gespielt und die aktuelle Maus spielt gern Verstecken.

Alles also nichts, was einem wehtut, sondern eben einfach Persönlichkeitszüge. Und weil ich denke, dass du dir darüber vielleicht auch Gedanken machst, sage ich es dir gern nochmal: Wohnungskatzen sind nicht unnormal, man erlebt sie nur eben in einer viel intensiveren Dosis.

Versteh mich jetzt nicht falsch, ich bevorzuge es auch, einer Katze den Lebensraum zu geben, der für sie natürlich ist: draußen. Aber es geht eben manchmal nicht anders und wenn das Tier so aufgewachsen ist und gar kein „Draußen“ kennt, dann ist ihre Lieblingswelt eben nunmal mit Wänden begrenzt. Da fühlt sie sich wohl und sicher. Und das ist doch das Wichtigste.

Meine bisherigen Mitbewohner nacheinander
Die kleine Picasso war meine erste Pflegekatze. Hier liegt sie auf meiner besten Freundin rum. ;)

Die kleine Picasso war meine erste Pflegekatze. Eine Schildpatt, die nur schlecht sehen kann.

Ein wunderschöner Kater: Samson war mein zweites Pflegekätzchen.

Ein wunderschöner Kater: Samson war mein zweites Pflegekätzchen. Super kuscheliger Geschichtenerzähler, leider ist er inzwischen an einer Nierenkrankheit gestorben… :(

Meine dritte Mieze: Manou. Sie war besonders führsorglich. ;)

Meine dritte Mieze: Manou. Sie ist besonders führsorglich. ;)

Die kleine Shalin lebt aktuell bei mir. Sie sucht noch ein neues Zuhause.

Die kleine Shalin lebt aktuell bei mir. Sie ist unheimlich verkuschelt und sucht noch ein neues Zuhause. Das Bild ist nicht optimal, aber Shalin fällt es schwer, mal für die Kamera still zu halten. ;)

Und – sie sind doch goldig, oder? Hast du vorher schonmal von Pflegestellen gehört? Und hast du vielleicht Lust, das auch zu machen?

Übrigens: Man muss nicht zwingend Katzen aufnehmen. Tiervereine suchen für diverse Tierarten Pflegestellen.

[Header: Gratispgraphy]

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7 Gedanken zu “Die Sache mit den Pflegekatzen – inklusive megasüßer Fotos

  1. Hallo,
    ich selber habe 2 Fellnasen bei mir zu hause in der Wohnung. Ich wohne im ersten Stock, daher können sie auch nicht raus, außer auf den Balkon!
    Eine Pflegekatze könnte ich mir persönlich nicht anschaffen. 1. Zu wenig Platz für weitere Katzen und 2. wohl eher das Wichtigere, ich binde mich da viel zu schnell und könnte sie nachdem man einige Zeit miteinander verbracht hat, nicht mehr weiter ziehen lassen.
    Aber schön das du welche hast und ihnen hilfst!
    Liebe Grüße

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    • Hi Tanja,

      ja, das Abgeben ist natürlich etwas, worüber man nachdenken sollte. Ich bin da auch nicht so gut drin, aber wenn ich weiß, dass es ihnen gut geht, ist es für mich okay. Und wenn es wirklich nicht geht, kann man ja immernoch die Mieze selbst behalten. ;)
      Ich gehe immer mit den Miezen im Garten spazieren – natürlich an der Feldleine, damit sie mir nicht ausbüchsen. Sieht immer sehr witzig aus…

      LG, Bine

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  2. Hi Bine,

    finde ich toll, dass du den Kätzchen helfen willst.

    Ich sehe diese Methode allerdings kritisch – Katzen binden sich emotional sehr stark an ihre „Halter“, weshalb es für sie dann ein erneutes traumatisches Erlebnis darstellen kann, wenn sie zu ihrer „richtigen“ Familie kommen.

    Sicherlich ist es aber eine ganz gute Alternative zu einem Tierheim. Wenn man gerne helfen möchte, warum dann nicht auch so?

    Liebe Grüße
    Tina

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    • Hi Tina,

      danke für dein Feedback.

      Naja, wenn die Katzen nicht bei mir oder in anderen Pflegestelle unterkommen, dann blüht ihnen einfach so gar nichts Gutes. Daher sehe ich das wirklich nur als Hilfe und bislang haben sich die Katzen super schnell an ihr neues Zuhause gewöhnt, obwohl sie sehr menschenbezogen sind. ;)

      LG, Bine

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  3. Fällt es dir nicht unglaublich schwer dich wieder von den Tieren zu lösen? Ich könnte meinen Kater niemals hergeben. Damals war natürlich klar, dass ich ihn für immer behalten werden würde, aber ich glaube ich hätte ihn unter anderen Umständen auch nicht wieder abgeben können.

    Aber an sich finde ich das, was du da machst echt super! Man kann doch auch mit Kleinigkeiten helfen und gutes tun.

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    • Hi Nora,

      Es kommt auf die Katze an und auch darauf, wie lange sie bei mir ist. Es ist schon nicht leicht, weil man sich natürlich auch an das kleine Fellknäuel gewöhnt. Ich weiß ja aber, dass sie es gut haben wird und dass es so das Beste für sie ist. Also kann man das ganz gut überwinden. ;)

      LG, Bine

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  4. Eine tolle Sache, ich kenne ein paar Menschen die das machen.
    Bei uns wäre es etwas schwierig,..unsere beiden wären nicht erbaut fürchte ich..und ich kenne mich, ich könnte die Tiere nicht mehr hergeben!

    Schön dass du dich um die Katzen kümmerst.
    lg. Sina

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