Fünf Tipps, wie du für deinen Blog richtig fotografierst und ein kleiner Herbstspaziergang

Ich bin gerade auf ein paar tolle Fotos gestoßen, die ich vor zwei Jahren bei einem kleinen Spaziergang mit meiner besten Freundin aufgenommen habe. Ich hatte die Kamera damals ganz neu und konnte einfach nicht genug Motive finden, um mit der Kamera zu spielen. Jetzt, zwei Jahre später, finde ich die Fotos nach wie vor richtig toll und möchte sie dir unbedingt zeigen. Allerdings habe ich in den zwei Jahren auch ein bisschen was in Bezug auf das Fotografieren gelernt und möchte dir hier nun fünf Tipps an die Hand geben, die dir künftig bei der Aufnahme toller Motive helfen sollen.

Schöne Fotos sind beim Bloggen ein wichtiger Bestandteil für tolle Posts und zufriedene Leser. Ich habe ja in der letzten Woche mal ein bisschen was über die Wahl der perfekten Kamera geschrieben und wie ich zu meiner Nikon D3100 kam. Heute zeige ich dir nun, was du mit einer solchen Kamera anfangen kannst, wenn du für deinen Blog Fotos machen willst.

Ich habe mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht, was wohl so ein gutes Bild ausmacht und mit welchen Tipps man dir helfen kann, wirklich die besten Fotos zu erzielen. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Attraktivität eines Fotos nicht nur davon abhängig ist, wie toll die Kamera Schärfen setzt oder Fokussieren kann, sondern auch davon, wie du mit der Kamera umgehst und deine Motive in Szene setzt. Ich habe mir also fünf Tipps einfallen lassen, die ich dir nun mit auf den Weg geben möchte:

Verlass dich nicht immer auf die Auto-Funktion!

Es ist immer einfacher, die Kamera auf Auto zu stellen und loszulegen. Leider ist es mit der Auto-Funktion wie auch bei der Auto-Korrektur in Bildbearbeitungsprogrammen: im Grunde sind sie oft eine gute Hilfe, aber in vielen Fällen ist es besser, wenn man selbst die Kamera einstellt. Ist man nicht im Auto-Bereich, kann man ganz einfach selbst entscheiden, welche Punkte man scharf stellen möchte und welche nicht. Außerdem habe ich festgestellt, dass insbesondere Sonnenaufgangs- bzw. Sonnenuntergangsbilder viel schönere Farben haben, wenn man sie im Landschaftsmodus aufnimmt. Dagegen werden Bilder von sich bewegenden Objekten besonders gut, wenn man sie im Sportmodus aufnimmt. So habe ich zum Beispiel in meinem letzten Urlaub richtig schöne Bilder von einem Flughund und von Delfinen gemacht. Die Auto-Funktion gerät bei diesen Sachen an ihre Grenzen.

Fotos, Fotos, Fotos – immer schön den Knopf halten

Häufig nimmt man Motive auf und ärgert sich, weil man so schnell wie sich die Motive verändern mit der Kamera nicht hinterherkommt. Ich habe deswegen immer meine Kamera auf Serienaufnahme stehen, was insbesondere bei Natur- und Bewegungsaufnahmen wirklich Gold wert ist. Man lässt den Finger einfach auf dem Auflöser und kann am Ende selbst schauen, welches Bild das beste ist. Hat man allerdings starre Motive, macht eine Serienaufnahme natürlich weniger Sinn.

Es kommt auch auf den Background an

Das schönste Motiv kann völlig die Wirkung verfehlen, wenn der Hintergrund nicht stimmt. Stell dir doch einmal ein Bild vor, in dem du eine kleine Büroklammer in Szene setzen willst. Sie liegt vor dir auf dem Schreibtisch und du nimmst ein Foto auf. Im Hintergrund sieht man dann aber deinen PC, deine Tatstatur, Bücher, Blöcke – viel zu viel, was von deinem Motiv ablenken kann! Versuche immer, einen möglichst cleanen Hintergrund zu schaffen, der aber auch nicht zu kalt wirkt. Leg deine Büroklammer zum Beispiel auf Laminat oder auf ein schönes, altes Blatt Papier. Ich sehe so oft Bilder, bei denen einfach nicht klar wird, was nun eigentlich mit dem Foto gemeint ist – also halte dir immer vor Augen, was dein Hauptmotiv ist!

Immer schön oben bleiben

Wenn man Menschen vor der Linse hat und diese besonders gut in Szene setzen will, dann sollte man besser von vorne bzw. leicht oben fotografieren. Ist der Winkel der Kamera zum Objekt nämlich nach oben gerichten, wirkt der Fotografierte breiter. Es gibt natürlich auch Aufnahmen, in denen das durchaus gewollt ist, in der Regel sehen Aufnahmen von vorne bzw leicht oben aber eben einfach besser aus. Kleiner Tipp gegen ein Doppelkinn: Zunge an den Gaumen pressen!

Fotobearbeitung

Ich bin eher ein Freund von möglichst natürlichen Fotos und ich denke auch, dass bei Essens- oder DIY-Projekt-Bildern eine puristischere Bearbeitung durchaus sinnvoller ist. Filter vertuschen nur das, was man eigentlich zeigen möchte – egal, wie toll das Bild dann aussieht. Versuch also, deine Bilder wirklich so wenig wie möglich zu bearbeiten. Ich nutze zur Bildbearbeitung im nicht-beruflichen Rahmen Picasa. Es ist ein tolles Tool, um nochmal die Tiefen und Highlights auszuarbeiten und vielleicht ein, zwei Kleinigkeiten zu retuschieren (Pickel oder sowas… ;)) – mehr bearbeite ich aber in der Regel nicht.

So, das sind meine Erfahrung bis hierhin und nun folgen noch ein paar hübsche Herbst-Eindrücke:

Ein Herz für mich, ein Herz für dich - Schattenspiele machen einfach Spaß!

Der Efeu hält den Baum warm.

Ein Blätter-Meer - auch in gelb und braun hat das durchaus was.

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Das ist übrigens meine beste Freundin, die in Warburg auf einer Mauer umringt von Herbstblättern ist.

Super schöne Rottöne machen den Herbst aus.

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5 Gedanken zu “Fünf Tipps, wie du für deinen Blog richtig fotografierst und ein kleiner Herbstspaziergang

  1. Die Bilder sind tatsächlich recht schön. Es kommt auch hier immer etwas drauf an, meine ich. Auf dem Kamera-Display sieht man teilweise nicht wirklich, wie die Bilder nachher in groß wirken. Speziell auf einem Monitor sehen sie häufig ziemlich blass aus.

    Ich bin daher seit ein paar Blog-Artikeln dazu übergegangen, Kontrast und Helligkeit bei manchen Bildern stark zu erhöhen (Und teilweise die Farbsättigung, aber da muss man vorsichtig sein), da das die Wirkung enorm erhöht. Dazu zwei Beispiele:


    Viele sehen so etwas als „Cheaten“ an, aber was soll’s? Das Ergebnis zählt. Durch einen erhöhten Kontrast gehen oft auch Details verloren, aber auch hier: Na und? So lange es die erwünschte Wirkung erzielt? Natürliche Bilder schön und gut, aber wenn sie dann langweilig werden, bringt es ja rein gar nichts :-) Ein Bild wie dieses hier:

    ist zwar nun farblich etwas verfälscht, aber es sieht wesentlich cooler aus.

    Ein paar Sachen finde ich auch noch wichtig:
    – eine ungewöhnliche Perspektive benutzen. Urlaubsbilder aus Kopfhöhe wirken meist nicht eben spektakulär
    – Tiefenunschärfe nutzen
    – Eine Kamera mit hoher Lichtempfindlichkeit nutzen. Viele Kleine Digitalkameras mit 10MP für 80 Euro haben einen so kleinen Chip, dass sie selbst bei nicht optimalem Tageslicht bereits mit Blitz fotografieren müssen.

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    • Dankeschön, lieber Marc. Dafür, dass ich die Kamera da noch frisch hatte, sind sie doch ganz passabel. ;)
      Ich muss sagen, ich finde es auch schöner, wenn die Farben gut rauskommen. Ich bearbeite Kontrast und Tiefen in der Regel dann mit PS oder Picasa nach, aber ob man das direkt mit der Kamera macht oder im Nachhinein ist ja dann auch egal.
      Ungewöhnliche Perspektiven sind auf jeden Fall auch was Tolles. In Bezug auf die Inszenierung der einzelnen Motive kann man immer schlecht pauschal Tipps geben, weil so etwas – bei mir jedenfalls – durchs Experimentieren entsteht. Man sollte also wirklich der Kamera freien Lauf lassen.
      Tiefenunschärfe macht meine Kamera automatisch, wenn ich etwas fokussiere, das finde ich richtig klasse! Und ich finde eben toll, dass man bei einer solchen Kamera selbst entscheiden kann, ob die Kamera jetzt Blitz braucht oder nicht. Bei Digitalkameras ist das immer etwas schwieriger…

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  2. Wenn man z. B. Makroaufnahmen macht, dann hat man ganz schnell einen extrem kleinen, scharfen Bereich. Angenommen z. B. ein Schmetterling: Wenn man richtig nah heran geht, ist im schlimmsten Fall vielleicht der Kopf scharf, aber die Flügel unscharf. Ich finde es auch recht schwierig, da man dann auch Belichtungszeit selbst regeln sollte – Ich tue mich da noch etwas schwer :-)

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