Heute kaufe ich mir eine neue Kamera – Tipps für die Entscheidungsfindung

Als ich mir damals meine Spiegelreflexkamera gekauft habe, musste ich lange darüber nachdenken, ob sich dieser Kauf wirklich lohnt. Es kostet eine Menge Geld und im Grunde hat man doch auch sein Handy oder seine Digitalkamera. Reicht doch. Oder? Da ich denke, dass es durchaus den ein oder anderen Blogger gibt, der sich diese Frage auch schon gestellt hat, erzähle ich dir heute, warum der Kauf meiner Kamera eine super gute Entscheidung gewesen ist und was mich dazu bewegt hat. Und am Ende gibt es auch noch etwas hübsches zu schauen. ;)

Seit nunmehr anderhalb Jahren bin ich stolze Besitzerin meiner Nikon D3100 und würde diese Kamera nie wieder aus der Hand geben – höchstens für eine noch bessere.

Aber natürlich habe ich nicht von heute auf morgen entschieden, dass die Kamera jetzt in mein Leben treten soll, sondern habe mir diesen Schritt gut überlegt. Im Folgenden erzähle ich dir nun, wie es dazu kam und vor allem, was ich von einer guten Kamera erwarte – vielleicht bist du ja auch gerade in diesem Zwiespalt und möchtest dich ein wenig inspirieren lassen?

Warum habe ich sie gekauft?

Ich saß im Büro meines damaligen Chefs bei einer Regionalzeitung und hörte mir zum hundertsten Mal an, dass er mir einfach keine tollen Aufträge geben könne, weil ich immernoch mit meiner kleinen Digitalkamera durch die Gegend flitze und die Bilder einfach nicht qualitativ ausreichend sind. Und dabei geht es nicht um die Motive – die seien gut – , sondern um die fehlenden Tiefen und Schärfen des Bildes. Wie auch bei den hundert anderen Malen zuvor dachte ich so bei mir, dass Bilder in der Zeitung eh unscharf und schwarz-weiß sind, wofür also dieser Aufstand?

Genervt ging ich nach Hause und dachte über seine Worte nochmal nach. Gut, meine kleine, quietschblaue Digitalkamera macht vielleicht keine Hammerbilder. Aber sie macht Bilder. Und die reichen doch. Oder nicht? Naja, so ganz optimal sind die Bilder natürlich nicht. Für den Urlaub war die Kamera klasse, sie hat hübsche Erinnerungsbilder geschossen und passte ob ihrer Größe einfach überall rein. Wenn ich damit bei Terminen auftauchte, wurde ich aber immer belächelt.

Nach einigem Hin und Her und langem Diskutieren mit meinem Mann entschieden wir uns tatsächlich dafür, uns eine Spiegelreflex zu gönnen. Ich wollte aber keine Unmengen an Geld ausgeben und suchte nach einer Kamera, die sowohl für meine privaten Zwecke wie Urlaube, Parties und ähnliches gut geeignet war, als auch für meinen damaligen Job als freie Journalistin standesgemäß. Eine Bridge wollte ich aber auch nicht so gern, weil ich das Objektiv gerne tauschen und den Blitz gern erweitern können wollte (hab bis heute aber noch kein Equipment dafür gekauft. Soviel dazu. :D). Es sollte also ein Einsteigermodell preislich um die 350-400 € etwa werden.

Google verriet mir dann, dass es im Grunde zwei Anbieter gab, die für meine Vorstellungen die passenden Kameras anboten. Und schon musste ich mir die erste Frage stellen: bin ich eine Nikon oder eine Canon? Ich schreibe das absichtlich so, denn wie ich damals feststellte, gibt es da wohl zwei Lager. Und man kann nie und nichtig beides sein. Hatte ich so das Gefühl.

Ewiges Recherchieren brachte mich dahingehend dann doch nicht weiter, also musste ich wohl oder übel tatsächlich mal in einen Laden gehen und mir die Kameras im Vergleich anschauen. Ich hatte also die Nikon D3100 vor mir stehen und direkt daneben das adäquate Modell von Canon. Und weißt du, was mich dann zu meiner Entscheidung geführt hat? Etwas total banales: Ein ewiglanges Hin und Her wurde dadurch entschieden, dass mir die Knöpfe der Nikon besser gefielen. Naja, man muss ja nicht alles verstehen. ;)

Warum erzähle ich das jetzt?

Nun, ich habe diesen Beitrag verfasst, weil ich denke, dass auch bei Bloggern die richtige Kamera unheimlich wichtig ist. Ein Beitrag lebt nicht nur von den toll geschriebenen Texten, sondern auch von Fotos. Es ist wichtig, zu jedem Beitrag ein schönes Foto zu finden. Natürlich kann man auch Fotos im Netz kaufen, aber ich denke, die meisten von euch wollen ihre Fotos mit Sicherheit lieber selbst machen. Man ist ja schließlich auch ein kreativer Mensch.

Ich weiß, dass 370 Euro erst einmal eine Hausnummer sind. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Objektive für solche Kameras in der Regel (vom Original-Hersteller) noch teurer sind, als die Kamera an sich. Es ist also schon eine gute Überlegung wert. Ich finde jedoch, dass die Bilder mit solch einer Kamera – und ich habe ja auch „nur“ ein Einsteigermodell – einfach eine ganz andere Wirkung haben.

Versteh mich jetzt nicht falsch: wie bei vielem ist auch dieses Thema Ansichtssache. Wenn ich meinen Blog hobbymäßig nebenbei führe und mit meinen Bildern zufrieden bin, ist es selbstverständlich nicht nötig, sich eine neue Kamera zu kaufen. In meinem beruflichen Leben bin ich aber immer wieder total glücklich, diese Kamera zu haben. Und für mein Hobby ist sie natürlich auch super. ;)

Was war mir wichtig?

Man kauft natürlich eine solche Kamera nicht, ohne sich vorher Gedanken zu machen, was sie für einen tun soll. Also habe ich natürlich auch gewissen Anforderungen gehabt, die die Kamera erfüllen soll. Ein paar sind ja schon klar geworden, hier nun aber meine vollständige Liste:

  1. sie sollte leicht zu händeln sein
  2. sie sollte qualitativ hochwertige Bilder schießen
  3. 12 Megapixel sind ein Minimum
  4. sie sollte nicht zu groß und nicht zu schwer sein
  5. austauschbares Objektiv und Erweiterung des integrierten Blitzes wären super
  6. ein Einsteigermodell, welches mich in meiner persönlichen Entwicklung unterstützt
  7. ich möchte ein paar Jahre was davon haben, also sollte sie gut verarbeitet sein
Mal ein paar Vergleiche…

So, und da ich viel gequatscht hab, gibt es jetzt noch was Schönes zu gucken. Auf der linken Seite immer Bilder mit Smartphone oder Tablet, auf der rechten Seite Bilder von der Nikon:

Hier das erste Bild mit Smartphone Hier dasselbe Motiv mit der Nikon aufgenommen.

Hier leckere Cocktails als Bildmotiv. Könnte fast ein Werbefoto sein.

Hier eine SOnnenuntergangsaufnahme mit dem Smartphone. Die Farben sind viel klarer.

Es ist schon ein anderes Ergebnis und ich liebe einfach die Farbtiefen und die Schärfen, die meine Spiegelreflex kann. Es ist natürlich klar, dass eine Spiegelreflex mehr kann als ein Smartphone – darauf möchte ich hier ja auch nicht heraus. Ich möchte ich dir einfach nur zeigen, was mit einem Bild passiert, wenn es mit einer solchen Kamera aufgenommen wird. Man hat einfach deutlich professionellere Bilder.

Ich würde dir als Blogger auf jeden Fall empfehlen, deine Bilder mit einer ordentlichen Kamera selbst zu machen. Und dafür brauchst du eben einfach eine gute Kamera. Nur bedeutet das eben gleichmaßen nicht, dass du dir unbedingt eine Profi-Highend-Kamera zulegen musst. Ein vernünftiges Einsteigermodell tut es – wie man sieht – auch.

Oder wie siehst du das?

Übrigens: In 8 Wochen ist Weihnachten. Ich denke, das sollte man sich merken… ;)

[Header: Gratisography]

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7 Gedanken zu “Heute kaufe ich mir eine neue Kamera – Tipps für die Entscheidungsfindung

  1. Eigentlich kann ich dir in allem zustimmen, fast. Das Kamera mindestes 12 megapixelh haben MUSS finde ich nicht, den auch eine Kamera mit 10 macht sehr gute Bilder. Es kommt auf viele Faktoren bei einer Kamera an. Aber oft wird gesagt die Kamera müsse soundsoviele MP haben da man mit dem rest einfach nichts anfangen kann

    xoxo

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    • Hi!

      Danke für dein Feedback.

      Da ist das wohl falsch rübergekommen – die Liste ist ja nur das, was ich persönlich von der Kamera erwartet habe. Meine hat ja sogar 14, aber wie du schon sagtest, ist das nicht so entscheidend. Ich hatte mir das damals nur so in den Kopf gesetzt. ;) Die Bildqualität hängt ja beispielsweise auch von der Größe des verwendeten Sensors ab. :) LG, Bine

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  2. Hey Bine,

    Guter Artikel. Nur mal kurz angemerkt: Sony bietet auch gute system Cams an. Vorteil: Der Body ist sehr handlich und nicht viel größer als bei einer normalen Digicam und du kannst die Objektive trotzdem wechseln. Bildqualität ist teils besser als bei so mancher vollwertigen Spiegelreflexkamera. Ich habe zum Beispiel die neue alpha 6000 und bin mehr als zufrieden. Ach ja, Blitz und co. lässt sich auch dazukaufen. ;-)

    Nur eine kleine Anregung.
    LG

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    • Herzlichen Dank für die Anmerkung, lieber Jay. :) Ich denke, jeder muss seine für sich perfekte Kamera selbst finden. Man kann eben nur Anregungen geben, worauf man so achten sollte, wenn man ne vernünftige Qualität will und da bin ich überzeugt, dass man auf kurz oder lang um wechselbare Objektive und Blitze nicht drum rum kommt. :)

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  3. Ich melde mich ebenfalls als Sony-Fanboy. Und auf die Kamera bin ich auch wahnsinnig stolz ( http://www.ich-bin-heimwerker.de/2014/02/24/meine-neueste-errungenschaft/ ) :-) Es gibt einen eklatanten Vorteil, der mich dorthin getrieben hat: Der halbdurchlässige Spiegel, wodurch dieser beim Aufnehmen nicht hochklappen muss. Mag sein, dass das ein unnötiges Gimmick ist, aber ich finde es besser, wenn man das Motiv auch beim Abdrücken sieht – Beim Aufnehmen von Videos noch viel mehr.

    Aber Sony scheint hierzulande gegen Nikon und Canon irgendwie etwas abzufallen – Keine Ahnung, warum.

    Was noch extrem wichtig ist, ist ein passendes Objektiv. Das wollte ich anfangs gar nicht wahrhaben und habe halt mit dem Standard-Kit-Objektiv gearbeitet, dass eine verstellbare Brennweite (aka Zoom) besitzt. Problem: Alle vertikalen Kanten waren rund. Das kommt besonders gut bei Portraitfotos ^^ Dann haben wir ein passendes Objektiv mit fester Brennweite für 160 Euro gekauft und es war wie eine Offenbarung. Für den Preis der festen Brennweite halt – Wenn man das eine will, muss man das andere mögen :-) Dafür ist es für alles geeignet – Makro, Portrait, Landschaft usw..

    Und da kann jeder erzählen, was er will: Mit einer hochwertigen Kamera lassen sich definitiv qualitativ bessere Bilder als mit einer billigen machen.

    Gefällt 1 Person

  4. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel!
    Ich bin mir seit einigen Wochen am Überlegen, mir eine Spiegelreflexkamera zu leisten und gerade Deine Bildvergleiche haben mich nun doch erstaunt – wirklich ein eindeutiger Unterschied und für mich ein weiterer Anstoss, mir wirklich so eine Kamera zu kaufen.

    Liebe Grüsse
    Carmen

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