Das richtige Netzwerken – wie fängt man es nur an?

In der letzten Woche bat mich Christina von „Be Self„, doch noch etwas über das Netzwerken zu schreiben. Und weil sie so lieb gefragt hat und ich – genau wie sie – finde, dass das durchaus ein wichtiges Thema ist, möchte ich dir meine Gedanken dazu nicht vorenthalten.

Zunächst einmal vorneweg: Blogger sind auch nur Menschen. Sie sind keine scheuen Rehe, die man ganz vorsichtig mit Spezialfutter anlocken muss, sondern (mehr oder weniger) ganz normale Leute, die sich über Kontakte sehr freuen. Also hab keine Angst, mit einem Blogger in Kontakt zu treten – egal, wie viele Follower er zählt oder wie groß sein Einfluss ist. Er ist und bleibt nur ein Mensch.

Da wir das nun geklärt haben, können wir uns dem In-Kontakt-Treten und Netzwerken genauer widmen:

Auf vielen Seiten liest man, dass man sich zunächst eine Strategie zurechtlegen sollte. Dem stimme ich für meinen Teil nur bedingt zu, denn ich denke, dass das Netzwerken etwas ist, was man nicht wie eine Haushaltsliste abarbeiten kann. Es entwickelt sich im Laufe der Zeit einfach.

Was ich so mache…
  1. Ich nutze Twitter und follow anderen, die thematisch zu meinem Ressort (Blogging, Social Media) passen und sich eventuell für meinen Blog interessieren könnten. Habe ich ein paar davon in meiner Liste, schlägt mir Twitter auf kurz oder lang andere passende Leute vor. Zudem ist der #FF (followfriday) super, um auf mich aufmerksam zu machen. Hier verlinke ich einfach „Twitterer“, die mir besonders gefallen und denen ich gerne folge. Das müssen nicht zwangsläufig Leute sein, die mir eh schon folgen, sondern auch welche, die eben das (noch) nicht tun und es vielleicht wollen. Ab und an mal ein Retweet oder auch eine Antwort sind ebenfalls nicht verkehrt, um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Zudem hilft der richtige Hashtag an der ein oder anderen Stelle. Schau einfach, dass du die Twitter-Welt beobachtest und dich in Diskussionen sinnvoll (!) einklinkst.
  2. Facebook ist auch ein tolles Instrument, um Kontakte zu knüpfen. Ich klicke bei denjenigen, mit denen ich mich auf kurz oder lang vernetzen möchte, „gefällt mir“ und mache es dann wie auch bei Twitter: immer mal Beiträge liken, einen Kommentar schreiben – einfach  rantasten und Kontakt aufnehmen.
  3. Beim Bloggen gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Ich nutze WordPress und bekomme oft Vorschläge mit anderen Blogs, die mich interessieren könnten. Tun sie das wirklich, folge ich ihnen. Und auch hier gilt: Kommentieren! Durch Kommentare kommst du ins Gespräch mit dem jeweiligen Blogger, kannst dort deinen eigenen Blog verlinken und machst auch die Leser des Bloggers auf dich aufmerksam. Tada! :)
  4. Google+ finde ich persönlich am schönsten, um ein Netzwerk zu erstellen. Man wird Teil von Communities (und im Gegensatz zu Facebooks Gruppen kann man den Communities auch als Unternehmen beitreten) und legt einfach drauflos. Ich bin beispielsweise in Communities zu den Themen Blogs, Hobbyfotigrafie, Social Media und Social Media in KMUs. Hier findet man auf jeden Fall die richtigen Leute, kann denen zeigen, was man drauf hat, kommentieren und + verteilen, wie man lustig ist und kommt super einfach ins Gespräch.
  5. Im beruflichen Kontext ist auch Xing sehr hilfreich für das Netzwerken. Ich mache das nur im kleinen Rahmen, indem ich in Gruppen bin und dort ab und an mal auf etwas antworte. Zudem habe ich in meinem Profil den Unternehmensblog und meinen eigenen Blog verlinkt – so werden neue Beiträge immer direkt automatisch geteilt und erscheinen in meiner Aktivitätenliste.
  6. Am besten ist aber immernoch der direkte Kontakt! Halte die Augen und Ohren offen und gehe auf Events, die sich extra an Blogger richten. Hier lernst du nicht nur etwas übers Bloggen, sondern auch wichtige Leute kennen. Wenn man für Unternehmen Blogger-Relations herstellen möchte, emfpiehlt sich übrigens darüber hinaus, selbst mal ein Event zu starten.

Es gibt natürlich noch andere Netzwerke wie Instagram, Youtube, Ello und auch andere Wege zu netzwerken – da habe ich aber nicht so viel Erfahrung mit und würde mich daher im Tipps-Geben eher zurückhalten wollen.

Was soll ich denn schreiben?

Wie ich schon oben gesagt habe, beißen Blogger in der Regel nicht und kochen ihre Nudeln auch nur mit Wasser. Wenn du sie also anschreibst, dann bleib einfach du selbst. Es ist wichtig, keine unpersönliche Nachricht rauszuschicken. Die würdest du ja auch nicht mögen, oder? Ich lösche jedenfalls solche Nachrichten immer gleich. Schreibe dein Gegenüber persönlich mit Namen an und sag einfach, was du zu sagen hast. Für den Einstieg in eine solche Nachricht erkläre ich dir jetzt auch, warum das Vorher-Kommentieren so wichtig für mich ist: den persönlichen Kontakt zu Bloggern starte ich nämlich (beruflich und privat) immer, indem ich mich auf einen meiner vorherigen Kommentare beziehungsweise den vorherigen Kontakt über ein Netzwerk beziehe. Irgendwas, wo das Gegenüber direkt weiß „Ach stimmt, die ist das!“.

Du siehst also, eine kleine Strategie verfolge ich durchaus. Die ist aber variabel und passt sich an mein jeweiliges „Kontakt-Opfer“ an. Und an dieser Stelle sei noch gesagt: meine „Kontakt-Opfer“ finde ich alle einfach nur klasse!

So, dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Netzwerken und Verteilen deines Contents und freue mich auf deine Reaktionen!

Noch Fragen? Oder Ergänzungen? Oder andere Meinungen? Raus damit!

[Header: Gratisography]

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7 Gedanken zu “Das richtige Netzwerken – wie fängt man es nur an?

  1. Ich nutze mehr oder minder beruflich LinkedIn, bin mir aber nicht sicher, ob XING und LinkedIn als „normal“ Blogger wirklich so viel bringen, zumindest bei meinem Blog; Ello ist noch zu neu, muss mich da mal anmelden, da liegt noch eine Mail irgendwo rum ;o)
    Was Du aber vergessen hast, und viele überhaupt nicht berücksichtigen, ist Pinterest – also das Pondon zu Instagram, was ich nicht nutze. Ich bekomme zwar daraus weniger Klicks (knapp 1/5 gegenüber FB-Community-Klicks), aber ich bekomme welche und ich kann mir Unmengen an Inspirationen holen.

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    • Liebe Susi,

      danke für deinen Kommentar. :)

      In LinkedIn habe ich auch irgendwann mal einen Account eröffnet, allerdings lief Xing für mich besser und ich konzentrierte mich stärker darauf. Ich denke aber, wenn man wirklich nur privat bloggt, ist keines der beiden Netzwerke besonders sinnvoll.

      Pinterest habe ich nicht direkt vergessen – wir nutzen es ja bei ProKilo auch und pinnen ab und an. Allerdings ist Pinterest ein Netzwerk, das hauptsächlich bei Themen wie Fashion, DIY oder Food gut läuft, deswegen stehe ich dem Ganzen noch etwas skeptisch gegenüber. Bei einer Nutzerschaft, die zu 80 % weiblich ist, hat man mit Metall und Kunststoff weniger gute Chancen.

      Und der Vollständigkeit halber sei dann auch noch flickr erwähnt. Das lohnt sich aber nur dann, wenn man wirklich tolle Fotos hat, da das eher ein Netzwerk für Berufs- und semiprofessionelle Hobby-Fotografen ist. ;)

      LG, Bine

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      • Hallo erstmal,
        ich bin die, die über diese Facebookveranstaltung kommt, weißt du noch? Nr. 279!

        Richtig so? ;)

        Was ich zu sagen habe wäre folgendes… flickr ist für mich so garnicht für Berufs- und Halbprofifotografen – weswegen ich dort auch nicht angemeldet bin und nicht weiß ob ich das noch mache. Vielleicht ja doch, vielleicht auch sofort. Einfach um zu sehen, ob es was nützt. Ich wurde schon mehrfach aufgefordert mich dort anzumelden, habe bisher aber nicht den Sinn gesehen, da es für mich sowas für Jedermann ist, wie Instagram eben, wo jeder Bubi seine Spiegelselfies posten muss. Oberkörperfrei, versteht sich.

        Aber interessant, dass du es so siehst. Ich werd mich da mal ransetzen.
        Doch nützt es was, wenn man schon einen eigenen Blog hat?

        Liebste Grüße,
        Alexandra, Nr. 279 von der Veranstaltung. – Ach, ja, die! ;)

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      • Hallo liebe Alexandra,

        Die Facebookveranstaltung… Hmmm… Welche nochmal? ;)

        ich sehe sehr viele Fotografen auf Flickr und die haben da auch wirklich sehr schöne Bilder. Man kann dort so weit ich das verstanden habe sogar Bilder verkaufen. Aber da ich nur Hobbyfotografin bin, verkaufe ich nichts, also weiß ich da nicht so viel drüber.

        Auf jeden Fall weiß ich, dass Flickr ein großes Stück Arbeit ist und dir nur etwas bringt, wenn du richtig gute Fotos präsentierst und auch wirklich daran arbeitest – du musst dich dort vernetzen. Wenn du das mit den richtigen Leuten machst, kommst du ins Gespräch und das ist doch auch was wert, oder? ;)

        Liebe Grüße,

        Bine

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      • Ja, klar.
        Dafür bin ich bei 500px ;)

        Tatsächlich habe ich Flickr vorhin mal ausprobiert und muss sagen… es ist nicht wirklich benutzerfreundlich und ganz schön … ja, blöd.

        Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer ;)

        Liebste Grüße,
        Nr. 279 von der „2. Blogger Kommentiertag Deutschland“-Veranstaltung :*

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      • Ja, ich mache das im Grunde auch nur sehr sporadisch (schreibt man das so?), weil es mir zu anstrengend ist. Wenn ich schöne Bilder habe, die ich zeigen will, dann stelle ich die dort rein und gucke mir andere hübsche Bilder an, aber so richtig intensiv nutze ich es nicht.

        Liebste Grüße zurück,

        Bine :*

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