Der perfekte Blogartikel – gibt es den und wenn ja, wie schreibt man ihn?

Diese Frage begegnet mir immer wieder und auch ich habe sie mir vor meinem ersten Blogbeitrag gestellt: Wie sieht denn eigentlich der perfekte Blogartikel aus? Was sollte er enthalten und was auf gar keinen Fall?

Es ist dir vermutlich schon klar: den absolut perfekten Blogartikel gibt es nicht. Oh man. Was für ein Schock. ;) Aber es gibt wirklich gute Blogartikel und eben entsprechend nicht so gute Blogartikel. Artikel, die dein Interesse packen und dich total fesseln. Und welche, bei denen du schon nach den ersten zwei Zeilen aufgibst.

Gut. Und was macht nun diese tollen Blogartikel aus? Ich habe mal ein bisschen Brainstorming betrieben, in mich reingehorcht und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

(PS: Ich habe auch ne Weile fieberhaft nach einem Punkt 10 gegrübelt und gesucht, aber mir wollte einfach nichts mehr einfallen… ;) )

1. Kaffeekränzchen im Schreibgefühl

Wenn ich einen Artikel verfasse, stelle ich mir immer eine Gesprächsperson vor, der ich meinen Sachverhalt klar machen will. Du solltest dir ganz genau überlegen, wer eigentlich dein idealer Blogleser ist. Für wen schreibst du? Wie heißt er oder sie? Welche Hobbies hat er oder sie? Und würde er oder sie sich mit diesen Hobbies und diesem Interessenfeld überhaupt für das interessieren, was du erzählen möchtest? Wie viel Vorkenntnisse sind vorhanden? In meinen Gedanken sitze ich immer mit meinem Leser  – also im Grunde mit dir – an einem Tisch im Café und plaudere über mein jeweiliges Thema. So bekommt man viel besser einen Fluss in seinen Text und schreibt auch deutlich verständlicher. Wenn dir das Vorstellungsvermögen dafür fehlt, dann mache das doch einfach tatsächlich mal: triff dich mit einem Freund / einer Freundin, die deinem Blogleser ähnlich ist, auf einen Kaffee und plauder über ein Thema, über welches du einen Artikel verfassen würdest. Du brauchst nämlich erst einmal ein Gespür für dein Gegenüber!

2. Nicht nachmachen – vormachen!

Hab keine Angst davor, deine eigene Meinung kundzutun. Klar eckst du damit an und natürlich gibt es Leute, die deine Meinung nicht teilen oder nicht verstehen. Aber mal ehrlich – was ist denn ein Blog? Ein persönliches Tagebuch! Also kannst und darfst und musst du vielleicht sogar deine ganz persönlichen Eindrücke über bestimmte Sachverhalte mitteilen. Trau dich! Nur so wird dein Artikel individuell und fesselnd. Denn nur über emotionale Ebenen entsteht auch eine Bindung.

3. Stimmt so!?

Rechtschreibung und Grammatik sind zwei unheimlich wichtige Dinge – du solltest immer und bei jedem Wort darauf achten. Kleine Fehler passieren mal und sind sicher auch irgendwo sympathisch. Zu viele Fehler halten aber vom Lesen ab und unterbrechen den Lesefluss deines Lesers. Also vermeide so viele Fehler wie nur irgend möglich.

4. In der Kürze liegt die Würze

Deine Artikel sollten einfach und kurz geschrieben sein. Sätze, die über zwanzig Zeilen gehen, will und kann einfach keiner lesen. Mal ganz davon abgesehen, dass sowieso die wenigstens Leser im Blogbereich intensiv und detailliert lesen. Vielmehr überfliegen sie und suchen sich das Wichtigste heraus. Setze also Checkpoints in Form von Unterüberschriften, damit dein Leser direkt selektieren kann, was er wissen will und was nicht. Und vor allem: Schreib keine Schachtel-in-Schachtel-in-Schachtel-Sätze!

5. Du, ihr und wir

Eine Frage, die wirklich schwierig ist. Wie du ja merkst, duze ich einfach und spreche auch genau dich an. Nicht euch. Sondern explizit dich.  Ich finde, dass das den Artikel nochmal etwas interessanter und vor allem auch persönlicher macht. Außerdem möchte man ja gerade bei einem Blog auch einen Dialog fördern und das geht am besten, wenn man sich duzt. Wird man direkt angesprochen, entsteht einfach eine gewisse Bindung. Und schon liest mal viel lieber bei dir. Oder? ;)

6. Ich habe heute leider kein Foto für dich

Doch, unbedingt! Wichtig, wichtig und nochmal wichtig! Für einen guten Text braucht es natürlich auch entsprechende Bilder! Und da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder du kaufst Bilder bei z.B. istockphoto.de – das kostet aber eben nun einmal Geld – oder du machst deine Bilder selbst. Warum auch nicht? Schon mit Smartphones kann man heutzutage tolle Fotos machen! Auch super sind Grafiken, die deinen Artikel noch einmal ein bisschen unterstützen, indem sie kurz und visuell aufgearbeitet das Wichtigste zusammenfassen. Dafür ein Tipp: Canva. Also: her mit den Bildern!

7. Was denn nun eigentlich?

Jetzt fragst du dich aber bestimmt: Ist ja alles schön und gut, aber worüber soll ich denn überhaupt schreiben? Dazu erst einmal etwas vorweg: Themen, über die man schreiben kann, findet man einfach immer und überall! Solltest du aber dennoch mal keine Idee finden oder nur eine grobe, gibt es da auch gute Tipps. Zum einen kannst du bei anderen Bloggern schnüffeln und abgucken. Aber bitte nicht kopieren! Nur inspirieren lassen. Außerdem helfen dir Gruppen bei Facebook oder Communities bei Google+ dabei, neue Ideen zu finden. Ich bin zum Beispiel in Communities, die sich explizit mit dem Thema Bloggen und/oder Social Media befassen. Trete den Communities bei, beobachte ein wenig, kommentiere und like und wenn du dann Lust hast, dann verfasse auch mal einen Beitrag. So sammelst du nicht nur Inspiration, sondern auch Kontakte. ;)

8. Schreibe, was du denkst und denke, was du schreibst

Wenn ich schreibe, dann sind die Artikel immer eher frei Schnauze. Das heißt jetzt nicht, dass du deine Blogartikel mit „Alter, was geht!?“ beginnen sollst. Es heißt einfach nur: schreibe, was du denkst und wie du denkst. Mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, sondern leg einfach los. Überarbeiten und in eine gute Reihenfolge bringen, kannst du deinen Artikel danach immer noch.

9. Noch ein Tipp zum Schluss

Nur ein toller Blogartikel bringt dir heutzutage leider nicht mehr den perfekten Erfolg mit deinem Blog. Bloggen ist harte Arbeit geworden, wenn man erfolgreich sein will, denn es gibt einfach viel zu viele von uns. Deswegen gilt: Vernetze dich, verbreite deinen Inhalt, baue Verbindungen zu anderen Bloggern auf und bringe dich ins Gespräch. Wichtig ist: ein „Hey, das hier ist mein Blog, mach doch mal Werbung für mich“ klappt niemals! Komme erst einmal in Ruhe mit anderen ins Gespräch, kommentiere Artikel sinnvoll und like das ein oder andere. Es ist so einfach, in den sozialen Netzwerken in Kontakt zu treten! Trau dich und leg einfach los!

Leg los und schreibe deine eigenen Artikel!

So, das waren sie – meine Tipps für einen tollen Blogpost. Bei Fragen darfst du mich gern fragen und bei Ergänzungen, Kritik, Anmerkungen, Tipps, Erfahrungswerten gilt – immer her damit! :)

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14 Gedanken zu “Der perfekte Blogartikel – gibt es den und wenn ja, wie schreibt man ihn?

  1. Worüber man schreibt, sollte man in Grundzügen ja schon beim Beginnen des Blogs wissen :-)

    Man muss auch aufpassen, dass man, nur um etwas zu posten, nicht zu weit von seinem Thema abdriftet.

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  2. Immer wenn ich anfange zu schreiben, bin ich entweder verärgert, durcheinander oder gelangweilt. Dann schreibe ich drauf los und möchte nicht wie die anderen „Du kannst alles erreichen“ Coaching Blogs klingen. Seit Facebook die Sichtbarkeit von Posts filtert/einschränkt und Google die Suchalgorithmen geändert hat, ist es für mich schwerer geworden.

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  3. Auch ich finde dass eine gewisse Emotion im Artikel attraktiv macht, natürlich scheiden sich die Geister daran eher, wenn man etwas explizit gut oder Mist findet, aber es gibt dem Blogger auch ein Gesicht. Das ist auch der Punkt: gute Artikel sind die, die genau zum Autor passen und nicht offensichtlich nach `bezahlter Schreibe` oder `Fähnchen im Wind` riechen

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